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Zuletzt aktualisiert: 10.10.2011 um 11:00 UhrKommentare

Wirtschaftsnobelpreis 2011 wird heute bekanntgegeben

Der Österreicher Ernst Fehr wird immer wieder als Kandidat gehandelt. Der Nobelpreis im Fach Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 verliehen.

Der schwedische Chemiker und Industrielle Alfred Nobel (1833-1896)

Foto © APDer schwedische Chemiker und Industrielle Alfred Nobel (1833-1896)

Heute, Montagmittag, wird der Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2011 bekanntgegeben. Im Vorjahr ging der begehrte Preis an drei Wissenschafter für ihre Markttheorien zu Wirtschaftspolitik und Arbeitslosigkeit. Den Preis der schwedischen Notenbank erhielten die beiden US-Amerikaner Peter Diamond und Dale Mortensen sowie der britisch-zypriotische Ökonom Christopher Pissarides. Die drei Forscher hätten das theoretische Fundament für sogenannte Suchmärkte formuliert. Die Modelle machten verständlich, wie Arbeitslosigkeit, offene Stellen und Löhne durch Regulierung und Wirtschaftspolitik beeinflusst würde.

Der Nobelpreis im Fach Wirtschaftswissenschaften wird erst seit 1969 verliehen. Er wurde von der schwedischen Reichsbank gestiftet, um der wachsenden Bedeutung wirtschaftlicher Fragen Rechnung zu tragen. Es war bereits das elfte Mal in Folge, dass mindestens einer der Preisträger aus den USA kam. Im 2009 wurde erstmals auch eine Frau, die Ökonomin Elinor Ostrom, mit dem Wirtschaftsnobelpreis ausgezeichnet.

Verliehen wird der Preis am 10. Dezember

Die Verleihung der Nobelpreise erfolgt alljährlich am 10. Dezember, dem Todestag des Stifters Alfred Nobel. Die Nobelpreise sind derzeit mit jeweils zehn Millionen schwedischer Kronen (1,07 Millionen Euro) dotiert. Der Wirtschaftsnobelpreis ist ein "Nachzügler" unter den Auszeichnungen: Im Gegensatz zu allen anderen Nobelpreisen wurde der Preis für Wirtschaftswissenschaften nicht 1895 von dem Unternehmer Alfred Nobel, sondern erst 1968 von der Schwedischen Reichsbank gestiftet. Die Auszeichnung "in Gedenken an Alfred Nobel" soll an Wissenschafter vergeben werden, die dazu beitragen, die wirtschaftspolitischen Aufgaben der Gegenwart zu bewältigen.

Erste Preisträger waren 1969 der Norweger Ragnar Frisch und der Niederländer Jan Tinbergen. Der Preis wurde bisher an 67 Wirtschaftswissenschaftler vergeben - die meisten von ihnen sind Amerikaner. Als bisher einziger Österreicher wurde 1974 Friedrich August von Hayek (1899-1992) gemeinsam mit Gunnar Myrdal (Schweden) mit dem Wirtschaftsnobelpreis für seine Arbeiten auf dem Gebiet der Geld- und Konjunkturtheorie und seine Analysen der wechselseitigen Abhängigkeit von wirtschaftlichen, sozialen und institutionellen Verhältnissen ausgezeichnet.

Der Österreicher Ernst Fehr, der an der Universität Zürich lehrt, zählt seit einiger Zeit zu den Kandidaten für einen Wirtschaftsnobelpreis. Der gebürtige Vorarlberger und Verhaltensökonom forscht über Altruismus und Kooperationsverhalten im Wirtschaftsleben. Er konnte nachweisen, dass der Mensch bei wirtschaftlichen Entscheidungen nicht nur eigennützigen Interessen folgt, sondern auch Überlegungen zu Fairness und Reziprozität anstellt.


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