China zensiert "leerer Stuhl" und "Oslo"
Zur Verleihung des Friedensnobelpreises an den chinesischen Demokratieverfechter Liu Xiaobo hat Peking am Freitag seine Zensur verschärft. Fernsehen, Internet und sogar das Telefonnetz wird kontrolliert.

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Auf den Kanälen der ausländischen Nachrichtensender CNN und BBC oder des französischen Satellitenprogramms TV5 blieben die Bildschirme schwarz. Auch ihre Websites waren nicht zu erreichen. Chinesische Internetseiten waren gleichfalls betroffen. Stunden vor Beginn der Zeremonie in Oslo war es beispielsweise auf der Facebook entsprechenden chinesischen Website Renren nicht möglich, die Worte "leerer Stuhl" oder "Oslo" zu suchen - es erschien der Hinweis "Verbotener Inhalt". Die Abwesenheit Lius, der in China inhaftiert ist, wurde in der norwegischen Hauptstadt durch einen leeren Stuhl symbolisiert.
Auch auf Netease, einer chinesischen Entsprechung des in China zensierten Kurznachrichtendiensts Twitter, führte die Eingabe "leerer Stuhl" nicht weiter. Aus Protest luden chinesische Internet-Nutzer Fotos von leeren Stühlen ins Netz. Über Mobiltelefone wurden SMS, die den Namen von Liu enthielten, nicht weitergeleitet.











