Zollitsch dankt Papst für Mixa-Rücktritt
Der Vorsitzende der deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch begrüßt die Entscheidung des Papstes. Sie "mache einen Neuanfang möglich, den wir dringend brauchen". Gegen Bischof Walter Mixa laufen Untersuchungen wegen Verdacht auf Kindesmissbrauch.

Foto © APARobert Zollitsch
Die Deutsche Bischofskonferenz (DBK) hat die Annahme des Rücktrittsgesuchs des Augsburger Bischofs Walter Mixa durch Papst Benedikt XVI. begrüßt. "Die zügige Entscheidung des Papstes schafft die notwendige Klarheit", sagte der DBK-Vorsitzende, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, am Samstag in Freiburg in einer kurzfristig anberaumten Pressekonferenz. Diese Entscheidung gebe allen Beteiligten die Chance zum Neuanfang. "Einen Neuanfang, den wir dringend brauchen", sagte Zollitsch. "Ich danke Papst Benedikt für seine Unterstützung der Kirche in Deutschland."
"Verlust der Glaubwürdigkeit wiegt schwer"
Die Vorgänge der jüngsten Zeit hätten das Bistum Augsburg und auch die katholische Kirche in Deutschland sehr belastet, sagte Zollitsch. "Der Verlust der Glaubwürdigkeit wiegt schwer." Umso wichtiger sei es, den eingeschlagenen Weg der Erneuerung fortzusetzen. Er danke Mixa für die Impulse, die er als Priester und Bischof gegeben habe und für die Zusammenarbeit in der Deutschen Bischofskonferenz.
"Wir wollen den Weg der inneren Heilung, Beruhigung und des Neuanfangs gehen", sagte Zollitsch, der sich auf eine schriftlich vorbereitete Erklärung stützte und keine Fragen beantwortete. "Wir stützen uns auf die Zuversicht, die wir aus dem Glauben schöpfen." Dies gelte auch für Mixa. "Ich wünsche ihm für die Zukunft, aber auch gerade für diese Stunden, Gottes stärkende Nähe und Hilfe."







