Papst nahm Bischofs-Rücktritt in Belgien an
Ungewöhnlich rasch hat der Papst die Demission des belgischen Bischofs Roger Vangheluwe angenommen. Der 73-jährige Bischof war zurückgetreten, weil er vor Jahrzehnten einen Jugendlichen sexuell missbraucht hatte.

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Vangheluwe war seit Dezember 1984 in Brügge im Amt und damit der dienstälteste Diözesanbischof der katholischen Kirche in Belgien.
Das vatikanische Presseamt veröffentlichte zugleich eine Erklärung Vangheluwes, in der dieser erklärte, als Priester in früheren Jahren einen Jugendlichen sexuell missbraucht zu haben. Er habe sich bei dem Opfer und seiner Familie entschuldigt. Auch in seiner Zeit als Bischof habe er sich noch an dem Jungen aus seinem Umfeld vergangen, schrieb Vangheluwe. "Das Opfer trägt noch an den Folgen", hieß es in dem Brief.
Über Rücktrittsgesuche von Bischöfen entscheidet der Papst; bisweilen dauert es mehrere Monate, bis die Entscheidung fällt. Der Augsburger Bischof Walter Mixa hatte am Mittwoch seinen Rücktritt angeboten. Mehrere ehemalige Heimkinder hatten ihm vorgeworfen, sie während seiner Zeit als Stadtpfarrer von Schrobenhausen in Bayern geschlagen zu haben. Über Mixas Rücktrittsgesuch hat der Vatikan noch keine Entscheidung veröffentlicht.







