"Papst leidet wegen Missbrauchsaffäre der Kirche"
Die Missbrauchsaffäre in der katholischen Kirche bedeute für Papst Benedikt XVI. "ein unsägliches, bitteres, tiefes Leiden". So wird der frühere vatikanische "Justizminister", Kardinal Julian Herranz, in Medien zitiert.

Foto © AP/BorgiaPapst Benedikt XVI.
In einem Zeitungsinterview betont der frühere vatikanische "Justizminister" (1994-2007), Kardinal Julian Herranz, die Missbrauchsaffäre in der katholischen Kirche bedeute für Papst Benedikt XVI. "ein unsägliches, bitteres, tiefes Leiden". Wegen der Affäre um Geistliche, die ihre priesterlichen Gelübde verraten hätten, seien die Kar- und Ostertage für die Kirchenleitung eine "sehr durchlittene Heilige Woche" gewesen, sagte der spanische Kardinal in einem Interview der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". "Aber der Heilige Vater hat sie mit großer Stärke durchlebt, gestützt von einem außergewöhnlichen Glauben", so der 80-jährige Kardinal.
Herranz sieht demnach die Angriffe auf Benedikt XVI. auch in Zusammenhang mit dessen Eintreten für den Lebensschutz. Die internationalen Medien hätten den Papst nicht nur wegen pädophiler Priester ins Visier genommen, sondern auch wegen "der Verteidigung ethischer Werte, angefangen mit dem Nein zur Abtreibung", sagte der Kardinal in dem Interview.







