Papst-Brief zu Missbrauch für Samstag erwartet

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Der Vatikan veröffentlicht am Samstag den Hirtenbrief von Papst Benedikt XVI. zum Missbrauchsskandal in der irischen Kirche. "Meine Hoffnung ist, dass der Hirtenbrief euch hilft auf dem Weg der Reue, der Heilung und der Erneuerung", hatte der Papst betont. Der Erzbischof von München, Reinhard Marx, erwartet, dass der Papst die Missbrauchsfälle in Deutschland nicht direkt ansprechen wird.
Benedikt hatte angekündigt, den seit langem erwarteten Brief an diesem Freitag unterschreiben zu wollen. Im Vatikan hatte es geheißen, der Missbrauchsskandal in Deutschland habe das Erscheinen des Hirtenbriefes an die irischen Bischöfe verzögert.
Nach einem Bericht der römischen Zeitung "La Repubblica" soll es im Vatikan auch Vorbehalte gegen einen Brief allein an die irischen Bischöfe zum jetzigen Zeitpunkt gegeben haben: In der Kurie habe es angesichts der Ausweitung des Skandals in anderen Ländern Befürworter einer allgemeinen "Instruktion" aus Rom an die gesamte katholische Kirche gegen den sexuellen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen gegeben. Der Hirtenbrief an die Iren war im Dezember als Reaktion auf den tausendfachen Missbrauch in der dortigen Kirche angekündigt worden.
Das Schreiben des Papstes werde auf Englisch und Italienisch erscheinen, teilte das vatikanische Presseamt am Donnerstag mit. Wie Kathpress weiter berichtete, erwartet der Münchner Erzbischof Marx kein eigenes Wort Benedikts XVI. zu den Missbrauchsfällen in Deutschland. Das von Benedikt XVI. angekündigte Schreiben an die irischen Bischöfe sei aber auch für die deutschen wichtig, sagte Marx am Donnerstag. Schließlich spreche der Papst immer für die ganze Kirche.







