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Zuletzt aktualisiert: 28.11.2010 um 13:29 UhrKommentare

Klimagipfel startet am Montag in Mexiko

Angesichts der jüngsten Unwetterkatastrophen wie den Überschwemmungen in Pakistan fordern Nichtregierungsorganisationen einen Erfolg beim UN-Klimagipfel im mexikanischen Cancun.

Überflutungen in Pakistan

Foto © APÜberflutungen in Pakistan

"Der Klimawandel hat nach dem Scheitern des Klimagipfels von Kopenhagen keine Pause eingelegt", sagte der Klima-Experte der Hilfsorganisation Oxfam, Jan Kowalzig. Man könne nicht mehr auf Bremser wie die USA warten.

Von Montag an bis zum 10. Dezember soll in dem mexikanischen Badeort nach Lösungen gegen die rasche Erderwärmung gesucht werden. Laut Berliner Regierungskreisen sind bei dem zwölftägigen Treffen Teilerfolge möglich, etwa beim Waldschutz oder Klimahilfen für Entwicklungsländer. Ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll, das einen verbindlichen Klimaschutz regelt, sei dagegen nicht in Sicht.

Als besonders dringend gilt es, den Ausstoß von klimaschädlichem Kohlendioxid massiv zu reduzieren, um die Erderwärmung auf zwei Grad zu begrenzen. Besonders die USA und China gelten als Bremser für ein neues weltweites Klimaschutzabkommen. In China waren die CO2-Emissionen wegen des rasanten Wachstums zuletzt mehr als doppelt so hoch wie im Jahre 1990. In den USA stiegen sie um 20 Prozent. Schätzungen zufolge bleiben nur noch wenige Jahre, um umzusteuern, sonst ist eine immer rasantere Erderwärmung nicht mehr aufzuhalten.

Die Europäische Union ist mit einem Anteil von zwölf Prozent an den globalen Treibhausgasemissionen laut der Europäischen Umweltagentur nach China und den USA der drittgrößte Klimasünder der Welt. Zwar sei es der EU gelungen, ihren Ausstoß um 17 Prozent im Vergleich zu 1990 zu senken, sagte EAA-Exekutivdirektorin Jacqueline McGlade. Die Bürger Europas müssten aber dennoch ihre Lebensweise tiefgreifend überdenken, mahnte sie.

Quelle: APA





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