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Zuletzt aktualisiert: 26.07.2010 um 21:57 UhrKommentare

Das Carport macht die Sonnenenergie

Energie aus der Sonne gewinnen für Elektrofahrzeuge, das eigene Haus oder gar die Allgemeinheit. Eine Mürzzuschlager Firma hat Carports entwickelt, mit denen das geht. In fünf Monaten sind sie auf dem Markt zu haben.

Karl-Heinz Semlitsch (Mitte) und seine Projektpartner sind stolz auf die Innovation E-Port

Foto © AuerKarl-Heinz Semlitsch (Mitte) und seine Projektpartner sind stolz auf die Innovation E-Port

Der Mürzzuschlager Wirtschaftskoordinator Oliver Königshofer meinte bei einer Präsentation der E-Ports: "Wir wollen in der Region etwas verändern." Und so sollen im Rahmen der Klimamodellregion Mürzzuschlag klimafreundliche Produkte entstehen. Ein Nachdenkauftrag wurde an die Firma Secar im Hönigsberger Technologiepark erteilt.

Die Konsequenz nach einer Woche Nachdenken waren E-Ports. "Das sind Carports mit Solarzellen, um Elektrofahrzeuge aufzuladen", erklärt Firmenchef Karl-Heinz Semlitsch. Und man kann das Carport zur Energiegewinnung für Eigenheime nutzen. Semlitsch: "Wir brauchen noch fünf Monate, bis das Ding marktreif ist." Semlitsch, bekannt für meistens gute Laune, Leistungsstreben und Ideenkraft über die Eigenschaften seines neuen "Babys": Zum einen ist es aus dem Werkstoff, das bei Secar den Erfolg ausmacht: Carbon. "Dieser Werkstoff braucht sehr wenig Erdöl", weist Semlitsch auf die Klimafreundlichkeit hin.

Tageslicht genügt

Durch einen neuen, effizienten Solaraufbau genügt dem Carport zur Energiegewinnung das Tageslicht. An guten Tagen produziert es 15 KW an Energie, ein Einfamilienhaus braucht durchschnittlich fünf KW. Semlitsch: "Damit hat man einen Energieüberschuss, der kann ins öffentliche Netz eingespeist werden." Dafür arbeitet Secar mit den Mürzzuschlager Stadtwerken an einem Konzept. Neben den Wirtschaftsinteressen zählt auch anderes. "Es spielt der persönliche Umweltgedanke mit. Der schnallt gewaltig ab. Es hat einen Kick, du machst was Lässiges."

Das Produkt wird als sogenanntes Leader-Projekt von der EU und dem Land Steiermark gefördert. Auf der E-Car, einer Messe für Elektrofahrzeuge in München, präsentiert Semlitsch sein Produkt erstmals und auch Großkunden aus der deutschen Autobranche hat er es schon vorgestellt. Die ersten Carports werden bald bei der Secar stehen - zum Testen.

MICHAELA AUER





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