Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
22. Mai 2013 17:30 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Doppelte Hilfe für die Flutopfer Letzte Chance auf Fiat im Pleamle-Design Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Kärntner in Not Nächster Artikel Doppelte Hilfe für die Flutopfer Letzte Chance auf Fiat im Pleamle-Design
Zuletzt aktualisiert: 14.03.2008 um 05:10 Uhr

Kein Geld für Zähne: mit 25 Jahren in Pension

Eine junge Frau wird beim Kampf um ein menschenwürdiges Leben vom Sozialsystem im Regen stehen gelassen. Wie soll sie 12.000 Euro für eine Kiefer-Totalsanierung aufbringen?

Brigitte M. geht nie ohne einen um ihr Gesicht geschlungenen Schal auf die Straße. Niemand soll ihr Gesicht sehen, das sie selbst als das "einer alten Frau" empfindet, seit sie keine Zähne mehr hat. Weder im Ober- noch im Unterkiefer. . .

Schon mit 17 fast zahnlos. Die Zähne waren vereitert, die meisten mussten bereits mit 17, die letzten vor drei Jahren entfernt werden. Mit einer Prothese konnte ihr nicht geholfen werden - zu massiv ist die Rückbildung des Kieferknochens. Seit damals ist Brigitte M. zu Hause, weil an eine Arbeit nicht zu denken ist. "Ich war in einem Geschäft tätig, aber mit meinem derzeitigen Aussehen nimmt mich niemand. Das will man einem Kunden nicht zumuten."

Panikattacken. Brigitte M. versank in Depressionen, konnte nicht mehr ohne Schlaftabletten schlafen, Panikattacken peinigten sie. Am 1. Mai 2007 wurde ihr eine befristete Berufsunfähigkeitspension zuerkannt, inklusive Ausgleichszulage erhält sie nun monatlich 548,44 Euro. Das Familieneinkommen mit dem (nach schwerer Krankheit arbeitslosen) Mann: knapp 1100 Euro.

Teure Sanierung. Das ist viel zu wenig, um an eine Kiefersanierung und an neue Zähne zu denken. Gerade einmal 800 Euro hat sich Brigitte M. erspart - Implantate und eine Prothese kosten aber 12.800 Euro. Als erstes stünde eine Operation an, um den Kieferknochen aufzubauen. Termin wäre der 21. April - allerdings nur unter der Voraussetzung, dass die Finanzierung der Kiefer-Totalsanierung gesichert ist. "Ohne Implantate und Prothese macht ein Knochenaufbau keinen Sinn", begründet der behandelnde Spitalsarzt dies, "es würde erneut zu einer Rückbildung kommen."


Seitenübersicht

Zum Seitenanfang