Fall 2: Bilderbuch-Tante braucht dringend unsere Hilfe
Nach dem tragischen Tod ihrer Schwester gab sie deren Kindern mit viel Herz ein neues Zuhause. Nur: Die Wohnung ist viel zu klein, für eine größere fehlen die finanziellen Mittel.

Foto © APAAus dem Schatten zurück ins Licht: Dorthin versucht eine Tante die Kinder ihrer verstorbenen Schwester zu führen
Sophia M. (Name geändert) hat bis vor kurzem mit ihrem Lebengefährten ein relativ sorgenfreies Leben geführt. Bis zu jenem dramatischen Moment, als ihre Nichte anrief und geschockt vom zu Hause ablaufenden Grauen berichtete: "Der Notarzt ist da. Die Mama ist tot."
Drei Kinder. Wie in Trance eilte Sophia M. zur Wohnung ihrer Schwester, mit der sie eine herzliche und enge Beziehung verband. Immer wieder hatte sie der Alleinerzieherin Beistand geleistet, die mehr als ein Jahrzehnt ihren drei Kindern ein schönes Zuhause gab.
"Fröhlicher Mensch". "Meine Schwester war immer so ein fröhlicher Mensch. Leben? Das war für sie der Wunsch nach Liebe, Kindern und vielleicht einmal einem Hund".
Vater ohne Kontakt. Doch zu diesen Träumen fehlte der richtige Partner. Der Ehemann? Immer wieder dem Alkohol zugeneigt und dann ausfällig - bis hin zur körperlichen Gewalt. Nach der Geburt des dritten Kindes erfolgte die Trennung, Kontakt zu seinen Kindern suchte der Vater seither nie mehr. Nicht einmal jetzt, nach dem tragischen plötzlichen Tod der Ex-Frau.
Aufgeweckte Kinder. Max, Markus und Melanie, alle drei noch schulpflichtig, sind drei aufgeweckte Kinder. Die Unbeschwertheit ihrer Altersgenossen haben sie allerdings verloren. Zu tief sitzt der Schock nach dem Verlust der Mutter. Wie sehr er Verlust schmerzt, offenbart sich oft an scheinbar Nebensächlichem im Alltag. Wenn zum Beispiel Max, der Älteste, in den Umzugskisten wühlt und traurig fragt: "Wo ist mein Teddybär? Er ist das letzte Geschenk meiner Mama".
Notsituation. Das sind Momente, in denen Sophia M. das Herz zu brechen droht, obwohl sie tat, was Familien in solchen Notsituationen tun sollen, was heute aber längst nicht mehr selbstverständlich ist.
"Neues Zuhause". Noch am Totenbett stand für Sophia M. und ihren Lebensgefährten der Entschluss fest: "Wir lassen nicht zu, dass die Kinder zu Pflegeeltern oder ins Heim kommen. Wir werden ihnen eine neues Zuhause geben."
Viel Herz. Sophia M. ist ihrem Lebensgefährten über alles dankbar. Praktisch über Nacht zu Eltern zu werden, noch dazu mit gleich drei Kindern - sich dieser Aufgabe zu stellen, erfordert viel Herz.
Kleine und große Sorgen. In der für fünf Personen viel zu kleinen Wohnung ist seither kein Stein auf dem anderen geblieben. Das gemeinsame Schlafzimmer wurde vorübergehend zum Kinderzimmer umfunktioniert.
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Im Rahmen der Aktion "Kärntner in Not" stellen wir Ihnen wieder einige Fälle vor. Helfen können Sie den Betroffenen, indem Sie das jeweilige Kennwort verwenden. Im Fall von Sophia M. lautet es "Zwei".





