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Zuletzt aktualisiert: 28.04.2007 um 05:21 Uhr

"Kleine"-Leser öffnen Tür in ein neues Leben

414.036 Euro: Das erlaubte großzügige Hilfe in akuten Notfällen und zudem, vielen Menschen im Land ein neues Lebensfundament zu bauen.

So gut gefüllt war die Spendenbox von "Kärntner in Not" noch nie. Gott sei Dank, denn die Zahl der Hilfe suchenden wächst von Jahr zu Jahr

Foto © JustSo gut gefüllt war die Spendenbox von "Kärntner in Not" noch nie. Gott sei Dank, denn die Zahl der Hilfe suchenden wächst von Jahr zu Jahr

Zu jenen, die auf solch einem neuen Fundament stehen und ihr Glück wohl noch gar nicht richtig fassen können, zählen der frühere Unternehmer Josef S. und seine Familie. Durch eine schwere Krankheit in das wirtschaftliche Aus geschlittert, schien die Versteigerung des kleinen Häuschens unabwendbar, wodurch man noch den letzten Rückhalt verloren hätte. Heute scheint für die leidgeprüfte Familie wieder die Sonne. Wenn nicht im letzten Moment noch alles schief geht, ist das Dach über dem Kopf gerettet. Ein engagierter Mitmensch, viele Spender und eine Koproduktion zwischen Caritas und dem "Kärntner in Not"-Team haben das Unmögliche möglich gemacht.

Unterstützung. Auch die vier anderen Familien, für die von unseren Patenorganisationen um Hilfe gebeten wurde, können dank großartiger Unterstützung durchstarten.

Feuerwehr-Funktion. "Kärntner in Not", als große Koalition gegen die Armut im Lande konzipiert, ist inzwischen aber auch ein unentbehrlicher Nothelfer geworden, wenn es irgendwo akut "brennt". Kaum noch ein Fall, bei dem Gemeinden, Organisationen oder Serviceclubs nicht auf Unterstützung aus unserem Hilfsfond bauen: Wie etwa für jene Mutter mit zwei Kindern, die wenige Wochen vor Weihnachten ihren Mann verlor - mitten im Hausbau (siehe Seite 20). Oder für die Mölltaler Großfamilie, die nach dem Herztod des Vaters drei Tage vor Silvester um ihre Existenz kämpft. Hier wurde eine Soforthilfe geleistet und als nächstes wird ein namhafter Beitrag zur dringend notwendigen Dachsanierung zur Verfügung gestellt werden.

Hauptaugenmerk. Das Hauptaugenmerk der Aktion "Kärntner in Not" liegt aber auf der Linderung der so genannten strukturellen Armut sowie der Hilfe in "besonderen Lebenslagen". In Dutzenden Fällen konnten Delogierungen abgewendet, Stromabschaltungen verhindert werden.

"Besondere Lebenslage". Was alles eine "besondere Lebenslage" sein kann, sei hier an einigen Beispielen aus dem Alltag von "Kärntner in Not" verdeutlicht. Da ist etwa der Oberschüler, der nach dem Tod der Mutter plötzlich allein da steht und auf Herbergsuche gehen muss, weil er vom Vater im Stich gelassen wird. Da ist die Rentnerin mit schmaler Pension, die beim Ankauf eine E-Rollstuhls finanziell überfordert ist. Da ist die Familie, die ein behindertengerechtes Auto braucht. Und da ist die Witwe eines Mordopfers, die auch finanzielle Hilfestellung benötigt.

Sprachgesteuerter Computer. Besonders viel bewegt hat die Kleine-Leserfamilie im Fall von Hans F., der nach einem Unfall gelähmt in einem Pflegeheim dahinsiechte. Ein sprachgesteuerter Computer hat ihn wenigstens in der Form wieder beweglich gemacht, dass er die Betreuerin rufen, Radio- und TV-Gerät bedienen kann. Und Türen öffnen. Hans F., sagt eine Bekannte, "hatte mit dem Leben abgeschlossen". Wir freuen uns mit den Spendern, dass wir ihm die Tür zurück ins Leben öffnen konnten.

WOLFGANG RAUSCH

Spenden

Grafik © Kleine Zeitung

Grafik vergrößernGrafik © Kleine Zeitung

Träger

"Kärntner in Not" ist eine Aktion der Kleinen Zeitung, die sämtliche Verwaltungskosten trägt. Spendengeld kann daher zu 100 Prozent an Notleidende im Land ausgeschüttet werden.

Partner

Caritas, Kinderrettungswerk, Rettet das Kind, Bürgerbüro des Landeshauptmanns.

Prinzipien

Rasche Hilfe bei strikter Wahrung der Anonymität.

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