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Zuletzt aktualisiert: 21.08.2012 um 05:31 UhrKommentare

"Plötzlich stand die Welt still"

Nach dem unerwarteten Tod seiner Frau steht ein Klagenfurter mit seiner zwei Monate alten Tochter alleine da. Soforthilfe von "Kärntner in Not".

Suchen eine neue Bleibe: Oma Michaela Jahn mit Enkelin Leonie (zwei Monate), Horst Hitzenhammer und Hund "Chico"

Foto © KLZ/Markus TraussnigSuchen eine neue Bleibe: Oma Michaela Jahn mit Enkelin Leonie (zwei Monate), Horst Hitzenhammer und Hund "Chico"

Horst und Jutta Hitzenhammer hatten einen simplen Plan: Sie wollten gemeinsam das Leben mit all seinen Höhen und Tiefen meistern. Das Haus in Welzenegg war bezogen, Hitzenhammers große Liebe im achten Monat schwanger. Alles schien wunderbar - bis zum 22. Mai dieses Jahres.

"Als ich nach der Arbeit nach Hause gekommen bin, hat Jutta über schwere Kopfschmerzen und Übelkeit geklagt. Am Tag zuvor war sie beim Arzt und er sagte ihr, dass alles in Ordnung sei. Auf einmal ist sie zusammengeklappt. Im Krankenhaus haben die Ärzte um ihr Leben gekämpft und mussten unser Baby Leonie schon früher holen. Sie war erst 47 Zentimeter groß und 2520 Gramm leicht", erzählt Hitzenhammer mit Tränen in den Augen. Das Leben seiner Frau konnten die Ärzte nicht mehr retten, sie starb mit 44 Jahren an den Folgen des Gehirnschlages. "Und plötzlich stand die Welt still. Ich wusste weder vor noch zurück. Ich wusste nur, dass mich Leonie braucht", sagt der Mechaniker, der in Karenz gehen muss und dadurch finanzielle Abstriche zu beklagen hat.

Soforthilfe für die Familie gab es bereits von "Kärntner in Not": Die Tagesmutter für die ersten drei Monate wurde bezahlt. Doch auch das Haus, in dem der 52-Jährige mit seiner kleinen Leonie, die morgen drei Monate alt wird, Tochter Anette (21), Oma Michaela Jahn und Hund "Chico" lebt, kann er sich nicht mehr leisten. "Ich kann in diesem Haus nicht länger bleiben. Abgesehen von den Kosten erinnert mich hier alles an meine Frau, mit der ich zehn Jahre zusammen war", sagt der Alleinerzieher, der jetzt alle Hebel in Bewegung setzt, um eine neue Bleibe zu finden: "Das Haus darf maximal 700 Euro warm kosten und soll nicht außerhalb von Klagenfurt liegen. Schließlich ist die Oma nicht mobil." Einige seien bereits auf seine Situation aufmerksam geworden und haben Häuser angeboten. "Leider waren alle zu renovierungsbedürftig oder zu abgelegen." Die Zeit dränge, der Winter sitze ihm bereits im Nacken: "Wenn wir nicht bald ein Haus finden, weiß ich nicht mehr weiter."

KERSTIN OBERLECHNER

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