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Zuletzt aktualisiert: 25.11.2008 um 18:37 UhrKommentare

Der schwere Kampf einer jungen Mutter

Schwerkrank, arbeitslos, drei Kinder und vom Ehemann verlassen: Junge Mutter kämpft allein gegen ein hartes Schicksal. Schmerzen machen ihr den Alltag zur Qual. Sie braucht dringend eine Heimhilfe.

Ihre Zukunft hatte sich Christa ganz anders vorgestellt, als sie vor wenigen Jahren ihre große Liebe heiratete und in ein kleines Mietshaus zog. Dass ihr Mann hohe Schulden in die Ehe mitgebracht hatte, erfuhr sie erst nach der Geburt ihres dritten Kindes. Den Privatkonkurs des Ehemannes verkraftete sie noch, dass er aber ein Jahr nach dem Wiederaufflackern ihrer Krebserkrankung die Familie verließ, war die große Katastrophe. Sie selbst konnte nicht mehr arbeiten, wiederholte Operationen und Chemotherapien waren zu belastend. Jahrelang war sie engagiert im Sozialbereich berufstätig gewesen, nun erhält sie nur noch Krankengeld. Von ihrem Mann war und ist nichts zu erwarten.

Sorge um Zukunft. Zur Angst vor dem tödlichen Ausgang der Krankheit gesellt sich die Sorge um die Zukunft der Kinder und die quälende Frage, wie sie die Gegenwart meistern soll. Zur Zeit kann sie die Miete für das Haus nicht mehr bezahlen, ein Umzug ist ihr aber aus gesundheitlichen und psychischen Gründen nicht zuzumuten. Viele Elektrogeräte im Haus sind kaputt, das Backrohr dichtet nicht mehr, ein Staubsauger muss dringend her. Ihr Auto musste sie abmelden, weil der Preis für die Reparaturen zu hoch gewesen wäre.

Auf Mutter angewiesen. Nun ist sie auf ihre alte Mutter angewiesen, um sich zur Bestrahlung führen zu lassen. Das Sammeltaxi des Krankenhauses braucht wegen der großen Strecke viel zu lange, sie muss ja nachmittags zu Hause sein, um die Kleinste im Kindergartenalter zu versorgen. Doch manchmal ist jeder Handgriff ein Problem, da auch Lymphknoten und Knochen von der Krankheit befallen sind und die Bestrahlungen die Nerven in Mitleidenschaft ziehen. Bestimmte Bewegungen schmerzen furchtbar, manchmal kann Christa kaum die Arme heben oder sitzen. Oft ist ihr schwindlig. Sie muss immer aufpassen, dass sie nicht stürzt. Hausarbeit ist manchmal kaum zu bewerkstelligen.

Schicksal als Chance. Das Kärntner Hilfswerk möchte ihr eine Heimhilfe zur Verfügung stellen. Auch die Kinderbetreuung ist allein nicht einfach. Wenn die Kleine gebadet werden soll, müssen die größeren Kinder helfen. "Meine Kinder halten mich aufrecht", sagt Christa, die voller Hoffnung und innerer Stärke an eine Spontanheilung glaubt. Durch die Krankheit hat sie viel dazugelernt. Nach langen Phasen des Zorns und der Depression vertraut sie jetzt auf eine höhere Kraft. "Ich fühle mich innerlich beschützt." Ohne die Krankheit hätte sie nicht ihre jetzige Reife erlangt. Dafür sei sie dankbar, auch für die Menschen, die sie kennen gelernt habe. "Schicksal ist eine Chance, das habe ich erst jetzt verstanden." Sie hat angefangen zu malen, was ihr große Freude macht.

"Das Beste daraus machen"."Jede Krankheit will uns etwas lehren. Nun will ich das Beste daraus machen", sagt Christa. Sie sei mittlerweile in die Krankheit hineingewachsen. Ihre Kinder aber nicht. Ein Kind reagiert stark psychosomatisch und bräuchte selbst eine Therapie, der große Sohn möchte die Schule aufgeben, um Geld für die Mutter verdienen zu können. Doch das will Christa nicht, die Kinder sollen eine gute Ausbildung bekommen. Irgendwann möchte sie gerne wieder arbeiten, sie hat ihren Beruf, in dem sie anderen geholfen hat, sehr geliebt.

Urlaubswunsch."Ich möchte nicht von der Krankheit in die Knie gezwungen werden", betont Christa, die sich bewusst gesund ernährt und auf Akupunktur-Therapie vertraut. Leider bezahlt das die Krankenkasse nicht, für eine Wahlarztkostenversicherung wird sie auch nicht angenommen. Um dem täglichen Kampf gegen die Krankheit zu entfliehen, möchte Christa einmal mit den Kindern gemeinsam eine Woche Urlaub machen. Das war ihnen bis jetzt noch nie vergönnt. Christa ist tapfer und fest überzeugt, dass es eine neue Zukunft für sie und ihre Familie geben wird. "Manche Menschen wollen das Kranksein innerlich nicht verlassen. Das ist bei mir nicht so. Ich glaube, dass alles einmal gut wird."


Kennwort

Wenn Sie Christa und ihren Kindern helfen wollen, verwenden Sie bitte folgendes Kennwort: DREI

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