Kälte legt Istanbul lahm
Russenkälte in weiten Teilen Europas, in vielen Staaten herrscht Ausnahmezustand: In Istanbul ist es kalt wie seit Jahrzehnten nicht. Und es soll noch kälter werden.

Foto © APSchnee und Kälte haben Istanbul im Griff
Das Wichtigste vorweg: Es wird noch kälter. Die Temperaturen werden in weiten Teilen Europas wegen des sibirischen Hochs "Cooper" noch weiter fallen. Und es schneit in Regionen, die oft jahrzehntelang keinen Schnee gesehen haben.
Bei Schneehöhen von bis zu einem halben Meter brach der Busverkehr in Istanbul am Mittwoch vorübergehend total zusammen. Die Expressbuslinie "Metrobüs", mit der jeden Tag Zehntausende Menschen aus den Istanbuler Außenbezirken zur Arbeit fahren, musste zur Stoßzeit am Morgen zeitweise eingestellt werden.
Trotz des Dauereinsatzes von Räumfahrzeugen waren wegen des heftigen Schneefalls Hauptverkehrsstraßen zeitweise unpassierbar, meldeten türkische Medien. Ein Nachrichtensender berichtete, viele Pendler hätten ihre Fahrzeuge auf der Straße einfach abstellen müssen.
Flüge gestrichen
An den Istanbuler Flughäfen mussten rund 200 Flüge gestrichen werden. Auch viele Fährverbindungen fielen aus. "Größte Kälte seit 33 Jahren", schreiben türkische Zeitungen. Das Winterwetter hält in der 14-Millionen-Metropole auch in den nächsten Tagen an. Die türkischen Behörden haben die Menschen aufgerufen, auf ihr Auto zu verzichten und die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen oder zu Fuß den Weg zur Arbeit anzutreten. Freuen dürfen sich hingegen die Hobbyangler in Istanbul. Viele Fische würden wegen des kalten Wassers in der Tiefe weiter an der Oberfläche schwimmen und so leichte Beute für die Angler sein, berichtet die türkische Presse.
Eisige Temperaturen um minus 14 Grad herrschen auch im Norden Frankreichs und auf Korsika liegen 40 Zentimeter Schnee.










