Kinderheim Ichinoseki: Ein Zuhause für 55 Kinder
Im April bat die Kleine Zeitung ihre unsere Leser um Spenden für ein Kinderheim. Eine Zwischenbilanz.

Foto © CaritasDie Kinder freuen sich bereits auf ihr neues Zuhause
Eigentlich haben sie schon genug Schicksalsschläge hinter sich. Eigentlich hätten sie das Recht auf ein glückliches Leben. Eigentlich, nein ganz konkret entkamen auch sie nicht dem Erdbeben: 55 Waisen und Kinder aus zerrütteten Familien wohnen seit Weihnachten in einem provisorischen Gebäude aus Wellblech und Betonelementen. Ihr bisheriges Zuhause, das Kinderheim in Ichinoseki, wird gerade abgerissen. Die Schäden am Haus waren zu gravierend.
Bewusstes Zeichen gegen die Atomkraft
Doch da ist die Hoffnung auf eine bessere Zukunft - und das auch dank der Leserinnen und Leser der Kleinen Zeitung: Kurz nach der Katastrophe initiierten alle österreichischen Bundesländerzeitungen gemeinsam eine Sammelaktion und konnten der Caritas in Folge 266.000 Euro übergeben. Kosten wird das neue Heim rund acht Millionen Euro. Die verstärkte Nachfrage nach Baumaterial und Arbeitskräften hat den Preis zuletzt empfindlich nach oben getrieben. Entschieden hat sich das Team unter der Leitung von Schwester Caelina, einer deutschen Nonne, für eine energieeffiziente und umweltfreundliche Bauweise - ein bewusstes Zeichen gegen Atomkraft. Es soll ein Modellprojekt für die ganze Region, die Präfektur Iwate, werden.
Miteinbezogen wurden auch die Kinder: Sie konnten ihre Wünsche malen oder aufschreiben. Ende 2013 sollen die Kinder ins neue Heim ziehen können. Schwester Caelina: "Sie freuen sich aber schon jetzt, nicht mehr in beschädigten, kalten Räumen hausen zu müssen."
Features
Foto

Waisen und Kinder aus zerrütteten Familien wohnen derzeit in einem Provisorium aus Blech und Beton Foto © Caritas
Waisen und Kinder aus zerrütteten Familien wohnen derzeit in einem Provisorium aus Blech und Beton Grafik © Caritas











