Betondecke soll Meeresboden in Fukushima abdichten
Vor dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima I soll der Meeresboden mit einer 60 Zentimeter dicken Betonschicht abgedichtet werden. Eine weitere Kontaminierung des Ozeans soll verhindert werden - noch immer treten radioaktive Substanzen aus.

Foto © APAVerseuchtes Land vor Fukushima
Wie der Kraftwerksbetreiber Tepco mitteilt, soll die Betondecke mehr als 73.000 Quadratmeter groß sein - so groß wie zehn Fußballfelder.
Damit solle eine weitere Kontaminierung des Ozeans verhindert werden, sagte eine Sprecherin. Bei Messungen in der Bucht seien "relativ hohe Konzentrationen radioaktiver Stoffe im Meeresboden" festgestellt worden.
"Sind nicht über den Berg"
Durch ein Beben und einen Tsunami war die AKW-Anlage in Fukushima vor fast einem Jahr schwer beschädigt worden. Erst Anfang der Woche wurde auf der internationalen meeresbiologischen Konferenz in den USA daran erinnert, dass weiterhin radioaktive Substanzen aus der AKW-Ruine austreten. "Wir sind noch nicht über den Berg", sagte Ken Buesseler vor 4000 Fachkollegen in Salt Lake City. Die Belastung des Meerwassers mit Cäsium 137 liege selbst in 640 Kilometer Entfernung von der Küste mindestens über dem Zehnfachen der Standardwerte.











