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Zuletzt aktualisiert: 22.02.2012 um 21:42 UhrKommentare

Betondecke soll Meeresboden in Fukushima abdichten

Vor dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima I soll der Meeresboden mit einer 60 Zentimeter dicken Betonschicht abgedichtet werden. Eine weitere Kontaminierung des Ozeans soll verhindert werden - noch immer treten radioaktive Substanzen aus.

Verseuchtes Land vor Fukushima

Foto © APAVerseuchtes Land vor Fukushima

Wie der Kraftwerksbetreiber Tepco mitteilt, soll die Betondecke mehr als 73.000 Quadratmeter groß sein - so groß wie zehn Fußballfelder.

Damit solle eine weitere Kontaminierung des Ozeans verhindert werden, sagte eine Sprecherin. Bei Messungen in der Bucht seien "relativ hohe Konzentrationen radioaktiver Stoffe im Meeresboden" festgestellt worden.

"Sind nicht über den Berg"

Durch ein Beben und einen Tsunami war die AKW-Anlage in Fukushima vor fast einem Jahr schwer beschädigt worden. Erst Anfang der Woche wurde auf der internationalen meeresbiologischen Konferenz in den USA daran erinnert, dass weiterhin radioaktive Substanzen aus der AKW-Ruine austreten. "Wir sind noch nicht über den Berg", sagte Ken Buesseler vor 4000 Fachkollegen in Salt Lake City. Die Belastung des Meerwassers mit Cäsium 137 liege selbst in 640 Kilometer Entfernung von der Küste mindestens über dem Zehnfachen der Standardwerte.

Quelle: APA

Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

Atomkraftwerke rund um Österreich

200 Kilometer rund um Österreich stehen 31 Atomreaktoren. Auch in erdbebengefährdeten Gebieten.



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