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Zuletzt aktualisiert: 14.10.2011 um 12:03 UhrKommentare

Wiener Philharmoniker: Eine Million Euro für Fukushima

Die Wiener Philharmoniker spenden eine Million Euro für Musikprojekte für die Erdbebenopfer in Japan. Der österreichische Ausnahmeklangkörper befindet sich derzeit auf seiner 29. Japantournee.

Foto © APA

Dazu wird im April 2012 ein gemeinsamer Fonds mit der Suntory Holdings Ltd. gegründet, in den beide Institutionen je eine Million Euro einbringen werden, wie das Orchester am Donnerstag in Tokio bekanntgab. Der österreichische Ausnahmeklangkörper befindet sich derzeit auf seiner 29. Japantournee.

Der neue Fonds wird zur Aufgabe haben, Musikprojekte für die Erdbebenopfer zu finanzieren. So werden die Wiener Philharmoniker in den kommenden fünf Jahren in den betroffenen Gebieten musikvermittelnd tätig sein. "Die geplanten Konzerte für Kinder sollen in diesen Zeiten der Not emotionale Unterstützung bieten und gleichzeitig Musikvermittlung für die nächste Generation darstellen", heißt es in einer Aussendung des Orchesters.

Bereits am kommenden Dienstag spielen die Philharmoniker unter Christoph Eschenbach ein Jugendbenefizkonzert in Tokio mit Werken von Mozart, Mahler und Schubert. Ein Teil der Karten wird Schulklassen zur Verfügung gestellt, der andere Teil zu Wohltätigkeitszwecken verkauft. Bereits im Mai und im Juni hatte sich der Klangkörper in Österreich an ähnlichen Veranstaltungen beteiligt. Schließlich hat die enge Verbindung der Philharmoniker mit Japan Tradition. So hat das Orchester seit 1956 bis dato 257 Konzerte in Nippon gespielt.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

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