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Zuletzt aktualisiert: 18.06.2011 um 09:16 UhrKommentare

Wasser-Dekontamination in Fukushima abgebrochen

Die Dekontamination von radioaktiv verseuchtem Wasser musste nur wenige Stunden nach Beginn der Arbeiten abgebrochen werden. Es besteht die Gefahr, dass große Mengen kontaminiertes Wasser ins Meer gelangen könnten.

Diese Tanks beinhalten radioaktiv verseuchtes Wasser

Foto © APADiese Tanks beinhalten radioaktiv verseuchtes Wasser

Die Reparaturen an der japanischen Atomruine Fukushima haben am Samstag einen erheblichen Rückschlag erlitten. Die Dekontamination von radioaktiv verseuchtem Wasser musste nur wenige Stunden nach Beginn der Arbeiten abgebrochen werden. Das gab der Betreiberkonzern Tepco bekannt. Grund dafür sei eine höhere Konzentration von radioaktivem Cäsium als prognostiziert, erklärte ein Tepco-Sprecher.

Ursprünglich waren die Arbeiten bereits für Freitag geplant gewesen, waren aber wegen mehrerer Pannen bereits verschoben worden. Behörden hatten zu Wochenbeginn ihre Sorge darüber geäußert, dass große Mengen kontaminierten Wassers aus Fukushima ins Meer gelangen könnten, wenn nicht bald Schritte gesetzt werden.

110.000 Tonnen hochverseuchtes Wasser

Tepco hat seit dem Ausfall des Kühlsystems nach dem verheerenden Erdbeben samt Tsunami am 11. März große Mengen Wasser zur Kühlung in das havarierte AKW gepumpt. Der Umgang mit dem radioaktivem Wasser ist mittlerweile aber zu einem der größten Probleme in Fukushima geworden. Derzeit sollen sich rund 110.000 Tonnen hochverseuchten Wassers im Kraftwerk befinden.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

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