Wasser-Dekontamination in Fukushima abgebrochen
Die Dekontamination von radioaktiv verseuchtem Wasser musste nur wenige Stunden nach Beginn der Arbeiten abgebrochen werden. Es besteht die Gefahr, dass große Mengen kontaminiertes Wasser ins Meer gelangen könnten.

Foto © APADiese Tanks beinhalten radioaktiv verseuchtes Wasser
Die Reparaturen an der japanischen Atomruine Fukushima haben am Samstag einen erheblichen Rückschlag erlitten. Die Dekontamination von radioaktiv verseuchtem Wasser musste nur wenige Stunden nach Beginn der Arbeiten abgebrochen werden. Das gab der Betreiberkonzern Tepco bekannt. Grund dafür sei eine höhere Konzentration von radioaktivem Cäsium als prognostiziert, erklärte ein Tepco-Sprecher.
Ursprünglich waren die Arbeiten bereits für Freitag geplant gewesen, waren aber wegen mehrerer Pannen bereits verschoben worden. Behörden hatten zu Wochenbeginn ihre Sorge darüber geäußert, dass große Mengen kontaminierten Wassers aus Fukushima ins Meer gelangen könnten, wenn nicht bald Schritte gesetzt werden.
110.000 Tonnen hochverseuchtes Wasser
Tepco hat seit dem Ausfall des Kühlsystems nach dem verheerenden Erdbeben samt Tsunami am 11. März große Mengen Wasser zur Kühlung in das havarierte AKW gepumpt. Der Umgang mit dem radioaktivem Wasser ist mittlerweile aber zu einem der größten Probleme in Fukushima geworden. Derzeit sollen sich rund 110.000 Tonnen hochverseuchten Wassers im Kraftwerk befinden.











