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Zuletzt aktualisiert: 29.05.2011 um 09:22 UhrKommentare

Kühlpumpen in Fukushima-Reaktor ausgefallen

Im Reaktor 5 des zerstörten Atomkraftwerks Fukushima Eins sind die Kühlpumpen ausgefallen. Indes nimmt ein Taifun Kurs auf die Küste.

Foto © Reuters

In einem Reaktor des havarierten japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist zwischenzeitlich das Kühlsystem ausgefallen. Betroffen gewesen sei die Kühlwasserpumpe für den Reaktor 5 und das dortige Abklingbecken für benutzte Brennstäbe, teilte die Betreiberfirma Tepco am Sonntag mit. Die Probleme mit dem Motor der Pumpe seien am Samstagabend (Ortszeit) entdeckt worden. Am Sonntag in der Früh sei bei einer viereinhalbstündigen Reparatur eine neue Pumpe eingesetzt worden. Diese sei nun in Betrieb. Unterdessen nähert sich ein starker Taifun von Süden her.

Temperatur auf 93,7 Grad angestiegen

Das Wasser im Reaktor hatte eine Temperatur von 68 Grad, als die Panne entdeckt wurde, wie Tepco mitteilte. Die Temperatur sei zwischenzeitlich auf 93,7 Grad (Abklingbecken 46 Grad) angestiegen, bis die neue Kühlpumpe in Gang gesetzt worden sei.

Der Taifun Songda zog mit heftigen Regenfällen über die japanische Inselprovinz Okinawa und dann nach Kyushu weiter, 58 Menschen erlitten bei Stürzen meist leichte Verletzungen. Der zweite Taifun der Saison droht auch die Katastrophenregion im Nordosten des Landes in der Nacht auf Montag mit heftigem Regen heimzusuchen. Die Meteorologische Behörde warnte vor Erdrutschen, weil sich der Boden durch das Megabeben und den Tsunami gelockert habe. Und die Atomruine in Fukushima sei noch nicht ausreichend auf heftigen Regen und starke Winde vorbereitet, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf Tepco.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

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200 Kilometer rund um Österreich stehen 31 Atomreaktoren. Auch in erdbebengefährdeten Gebieten.



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