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Zuletzt aktualisiert: 05.04.2011 um 13:39 UhrKommentare

Russisches Spezialschiff soll Fukushima-Wasser aufbereiten

Ein russisches Spezialschiff soll radioaktives Wasser aus dem Schrottreaktor Fukushima abpumpen und unschädlich machen. Japan half vor zehn Jahren, den Bau des Schiffes zu finanzieren.

Foto © Reutersd

Mit einem Spezialschiff zur Entsorgung von Atommüll will Russland beim Abpumpen von radioaktiv verseuchtem Wasser aus dem havarierten Atomkraftwerk Fukushima eins helfen. Die schwimmende Aufbereitungsanlage "Landysch" (Maiglöckchen) war vor zehn Jahren für etwa 35 Millionen US-Dollar (rund 25 Millionen Euro) von Japan finanziert worden, um Abfall von ausgemusterten russischen Atom-U-Booten unschädlich zu machen.

Die Leihgabe sei ein symbolischer Akt, sagte ein Sprecher des Staatsunternehmens Rosatom am Montag nach Angaben der Agentur Ria Nowosti. "Wir sind bereit, unseren Freunden zu helfen - so, wie sie uns einst geholfen haben."

Der japanische Atomkraftwerk-Betreiber Tepco hatte am Montagabend (Ortszeit) damit begonnen, radioaktiv verseuchtes Wasser ins Meer abzuleiten. Die verstrahlten Wassermassen in verschiedenen Teilen der Atomruine behindern das weitere Vorgehen der Arbeiter. Das Spezialschiff "Landysch" kann bis zu 7.000 Kubikmeter flüssigen radioaktiven Müll pro Jahr aufbereiten.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

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