Fukushima: "Das Leben der Bauern steht auf dem Spiel"
Der Gouverneur der Präfektur Fukushima hat die Informationspolitik der japanischen Atomaufsichtsbehörde kritisiert. Die Angaben zur Radioaktivität landwirtschaftlicher Produkte aus der Region seien zu spät veröffentlicht worde.

Foto © Reuters
"Können Sie die Zahl der Prüfer nicht erhöhen? Die Leben der Bauern stehen auf dem Spiel. Die Frage ist, ob sie morgen leben können", sagte Yuhei Sato demnach bei einem Treffen des Katastrophenteams der Präfektur mit Vertretern der Atomaufsicht. Dem Bericht zufolge entgegnete ein Beamter der Behörde lediglich: "Ich habe verstanden." Anschließend habe er Journalisten erklärt, es gebe nicht genügend Materialien für die Tests in der Präfektur.
Nachdem in der Präfektur Fukushima verseuchtes Gemüse wie Brokkoli und Spinat entdeckt worden war, hatte die japanische Regierung die Präfekturleitung am 23. März angewiesen, Lieferungen zu stoppen. Die Zentralregierung erwäge nun, die Beschränkungen wieder aufzuheben, nachdem bei drei Tests Radioaktivität unterhalb bestimmter Grenzwerte gemessen worden war. Es dauere aber ein paar Tage, bis die Ergebnisse der einzelnen Tests freigegeben würden, sagte Sato.
Zudem sollen von Montag an Industriegüter von Herstellern aus Fukushima in einem Forschungsinstitut auf radioaktive Strahlung überprüft werden. Die Präfekturverwaltung befürchtet, wegen der Sorgen müsse der Handel ins Ausland gedrosselt werden.











