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Zuletzt aktualisiert: 26.03.2011 um 09:15 UhrKommentare

Schnee und Kälte behindern Aufräumarbeiten in Japan

Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt behindern massiv die Aufräumarbeiten im japanischen Katastrophengebiet. Vor allem für alte und kranke Menschen wird die Situation von Tag zu Tag schwieriger.

Erdbebenopfer werden begraben

Foto © APAErdbebenopfer werden begraben

Schneefall und Temperaturen um den Gefrierpunkt haben am Samstag die Aufräumarbeiten im japanischen Katastrophengebiet behindert. "Es ist so kalt, dass wir nichts machen können", sagte ein Überlebender dem Fernsehsender NHK, der zusammen mit seiner Frau in sein beim Erdbeben beschädigtes Haus zurückkehrte. In einigen Orten unterstützten Freiwillige die Betroffenen, ihre Habe in zerstörten Häusern zu sichern.

Der Sender zeigte obdachlos gewordene Menschen, die in Behelfsbauten einzogen, die ihnen von der Stadt zur Verfügung gestellt wurden. Besonders schwierig ist es für alte Menschen und Kranke, die darüber klagen, dass sie von Tag zu Tag weniger Energie haben, sich um eine Verbesserung ihrer Lage zu bemühen.

Noch 17.503 Menschen vermisst

Bei dem Erdbeben der Stärke 9,0 vom 11. März und dem dadurch ausgelösten Tsunami kamen nach offiziellen Angaben mindestens 10.102 Menschen ums Leben. Als vermisst gelten noch 17.053 Menschen, so dass die Behörden eine weiter steigende Zahl von Todesopfern erwarten.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

Atomkraftwerke rund um Österreich

200 Kilometer rund um Österreich stehen 31 Atomreaktoren. Auch in erdbebengefährdeten Gebieten.



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