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Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Japan zwei Jahre nach der Katastrophe Nächster Artikel Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff"
Zuletzt aktualisiert: 21.03.2011 um 20:51 UhrKommentare

Experten: Die meisten Opfer sind ertrunken

Der Tsunami hat in Japan mehr Menschen getötet als das Erdbeben. Dies jedenfalls gilt für Rikuzentakata. Ungefähr 90 Prozent der Menschen, die bei der Naturkatastrophe in der Küstenstadt ums Leben kamen, seien ertrunken.

Foto © APA

Zu diesem Schluss kommt ein Professor der Gerichtsmedizin an der Chiba University laut einem Bericht der japanischen Tageszeitung "Yomiuri Shimbun".

Professor Hirotaro Iwase habe rund 130 Tote aus Rikuzentakata in der Präfektur Iwate untersucht. Die Stadt wurde am 11. März besonders schwer von der Katastrophe getroffen.

Unvorstellbare Kräfte

Viele der Opfer, die er untersucht habe, hätten Rucksäcke bei sich gehabt mit wichtigen Dingen wie Krankenversicherungskarten, Fotoalben, Schokolade und anderen Notfallrationen, berichtete Iwase. Dies zeige, dass die Menschen sich nach dem starken Erdstoß darauf vorbereitet hätten, vor der Flutwelle zu entkommen. Aber die Kraft des Wassers sei unvorstellbar gewesen.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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