Menschen in Fukushima haben Angst
Lebensmittel und Trinkwasser werden knapp. Immer noch gibt es hunderttausende Menschen in Fukushima. Sie seien laut Augenzeugenberichten nicht panisch, hätten aber Angst.
"Es sind immer noch Hunderttausende Menschen in Fukushima. Es ist dort nicht wie in einer Geisterstadt." Das sagte Steven Herman vom Radiosender Voice of America (VOA), der am Samstag als einer der letzten ausländischen Journalisten die Präfektur verlassen hat, am Sonntag der dpa. Die Atmosphäre beschrieb Herman als ruhig. "Natürlich haben die Menschen Angst. Aber sie sind nicht in Panik."
Wer Verwandtschaft in anderen Regionen Japans habe, sei gegangen. Die meisten Bewohner der Präfektur aber seien immer noch da, da die Regierung außerhalb des 20- beziehungsweise 30-Kilometer-Radius um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima Eins nicht zur Evakuierung aufgerufen habe. "Es ist ihr Zuhause", sagte Herman. "Viele wissen nicht, wohin sie gehen sollten." In die Notunterkünfte dürften sie nicht. "Es ist ihnen nicht erlaubt. Die Notunterkünfte sind voll. Dort sind schon all die Menschen, deren Häuser vom Erdbeben oder vom Tsunami zerstört wurden."
Tag für Tag hätten immer weniger Geschäfte geöffnet, Restaurants und Geschäfte hätten keine Lebensmittel und kein Trinkwasser mehr, berichtete der Journalist. "Gestern hatten nur wenige Tankstellen für ein paar Stunden geöffnet." Davor hätten sich lange Schlangen gebildet, die Menschen hätten stundenlang gewartet, um ein paar Liter Benzin zu bekommen.











