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Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Japan zwei Jahre nach der Katastrophe Nächster Artikel Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff"
Zuletzt aktualisiert: 19.03.2011 um 18:11 UhrKommentare

Die Hoffnung stirbt zuletzt

Die Katastrophenhelfer tragen jeden Tag Hunderte Leichen aus den Trümmerbergen im Nordosten Japans. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, geht mittlerweile gegen Null, trotzdem geht die Suche weiter: Knapp 11.000 Menschen gelten noch als vermisst.

Foto © AP

Die Suche nach den Opfern des Tsunamis vom Freitag vor einer Woche geht weiter. 10.902 Menschen galten am Samstag noch als vermisst. Nach Angaben der Polizei wurden 7.197 Todesopfer gezählt. Jeden Tag werden Hunderte Leichen in den Trümmern der zerstörten Siedlungen gefunden.

Die Gemeinden in den japanischen Unglücksgebieten haben nach dem Erdbeben und Tsunami ein Problem mit den vielen Toten. Einem Bericht der Zeitung "Yomiuri" zufolge sind die Krematorien überfordert. In den betroffenen Provinzen werde nun überlegt, die Toten zu beerdigen, was in Japan sonst nicht üblich ist, weil es fast nur Feuerbestattungen gibt.

Der Bau von Baracken für die Überlebenden begann vielerorts mit Problemen. Weil Benzin und Diesel knapp seien, konnte Baumaterial nicht geliefert werden, berichtete die Agentur Kyodo.

Erde bebt weiter

Während Retter fieberhaft versuchen, den Überlebenden zu helfen, kommt die Erde in Japan nicht zur Ruhe. Dem Erdbeben mit der Stärke 9,0 vom vergangenen Freitag sind so viele Nachbeben gefolgt wie nie zuvor. 262 Mal habe die Erde in der Woche danach mit der Stärke 5 oder mehr gebebt, teilte das Meteorologische Institut in Japan am Freitag nach Angaben von Kyodo mit.

Japans Bauindustrie überrascht inzwischen mit einer Rekordmeldung. In Tokio beendeten Bauarbeiter trotz des Erdbebens den Bau eines neuen Fernsehturms mit einer Weltrekordhöhe von 634 Metern. Der Rohbau hatte den Mega-Erdstoß unbeschadet überstanden.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

Atomkraftwerke rund um Österreich

200 Kilometer rund um Österreich stehen 31 Atomreaktoren. Auch in erdbebengefährdeten Gebieten.



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