Die Hoffnung stirbt zuletzt
Die Katastrophenhelfer tragen jeden Tag Hunderte Leichen aus den Trümmerbergen im Nordosten Japans. Die Hoffnung, noch Überlebende zu finden, geht mittlerweile gegen Null, trotzdem geht die Suche weiter: Knapp 11.000 Menschen gelten noch als vermisst.

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Die Suche nach den Opfern des Tsunamis vom Freitag vor einer Woche geht weiter. 10.902 Menschen galten am Samstag noch als vermisst. Nach Angaben der Polizei wurden 7.197 Todesopfer gezählt. Jeden Tag werden Hunderte Leichen in den Trümmern der zerstörten Siedlungen gefunden.
Die Gemeinden in den japanischen Unglücksgebieten haben nach dem Erdbeben und Tsunami ein Problem mit den vielen Toten. Einem Bericht der Zeitung "Yomiuri" zufolge sind die Krematorien überfordert. In den betroffenen Provinzen werde nun überlegt, die Toten zu beerdigen, was in Japan sonst nicht üblich ist, weil es fast nur Feuerbestattungen gibt.
Der Bau von Baracken für die Überlebenden begann vielerorts mit Problemen. Weil Benzin und Diesel knapp seien, konnte Baumaterial nicht geliefert werden, berichtete die Agentur Kyodo.
Erde bebt weiter
Während Retter fieberhaft versuchen, den Überlebenden zu helfen, kommt die Erde in Japan nicht zur Ruhe. Dem Erdbeben mit der Stärke 9,0 vom vergangenen Freitag sind so viele Nachbeben gefolgt wie nie zuvor. 262 Mal habe die Erde in der Woche danach mit der Stärke 5 oder mehr gebebt, teilte das Meteorologische Institut in Japan am Freitag nach Angaben von Kyodo mit.
Japans Bauindustrie überrascht inzwischen mit einer Rekordmeldung. In Tokio beendeten Bauarbeiter trotz des Erdbebens den Bau eines neuen Fernsehturms mit einer Weltrekordhöhe von 634 Metern. Der Rohbau hatte den Mega-Erdstoß unbeschadet überstanden.














