Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
18. Mai 2013 07:16 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Japan zwei Jahre nach der Katastrophe Nächster Artikel Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff"
Zuletzt aktualisiert: 16.03.2011 um 10:43 UhrKommentare

Experte hält vier russische AKWs für riskant

In Russland gibt es nach Angaben eines Experten vier möglicherweise gefährliche Atomkraftwerke.

Foto © AP

Zwei davon, Balakowo und Rostow, befänden sich in Erdbebengebieten, sagte Wladimir Kusnezow von der Akademie der Wissenschaften am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Moskau. Die Atomanlagen Kola und Nowoworonesch entsprächen nicht den internationalen Sicherheitsnormen. Der frühere Inspekteur russischer Atomkraftwerke, jetzt Mitglied des Rats bei der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, kritisierte zugleich die "ungezügelte Verlängerung" der Laufzeiten bei alten Reaktoren und zitierte als Beispiel das AKW Leningradskaja bei St. Petersburg, dessen Laufzeit bis 2025 ausgedehnt wurde.

Die 32 russischen Reaktoren gehören Kusnezow zufolge zur Hälfte der ersten Generation an, elf seien vom Typ RBMK wie im Akw Tschernobyl. Der Experte kritisierte, dass es im Nachwende-Russland keine Spezialisten gebe, die imstande seien, den technischen Zustand der Atomkraftwerke zu überwachen.

Ministerpräsident Wladimir Putin hatte zuvor vom Energieministerium, der Nuklearbehörde und dem Umweltministerium eine Analyse des aktuellen Zustands des Atomsektors und der Pläne für die zukünftige Entwicklung gefordert. Der Regierungschef hatte hinzugefügt, Russland habe keine Kernkraftwerke in Erdbebengebieten und wolle dort auch keine bauen.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

Fotoserien

Fukushima: Mutationen bei Schmetterlingen 

Fukushima: Mutationen bei Schmetterlingen

 

KLEINE.tv

Fukushima: Rückkehr zur Atomenergie

Schweigeminute im Energieversorgungsunternehmen TEPCO. Mitarbeiter der F...Noch nicht bewertet

 


Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

Atomkraftwerke rund um Österreich

200 Kilometer rund um Österreich stehen 31 Atomreaktoren. Auch in erdbebengefährdeten Gebieten.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang