Experte hält vier russische AKWs für riskant
In Russland gibt es nach Angaben eines Experten vier möglicherweise gefährliche Atomkraftwerke.

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Zwei davon, Balakowo und Rostow, befänden sich in Erdbebengebieten, sagte Wladimir Kusnezow von der Akademie der Wissenschaften am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Moskau. Die Atomanlagen Kola und Nowoworonesch entsprächen nicht den internationalen Sicherheitsnormen. Der frühere Inspekteur russischer Atomkraftwerke, jetzt Mitglied des Rats bei der russischen Atomenergiebehörde Rosatom, kritisierte zugleich die "ungezügelte Verlängerung" der Laufzeiten bei alten Reaktoren und zitierte als Beispiel das AKW Leningradskaja bei St. Petersburg, dessen Laufzeit bis 2025 ausgedehnt wurde.
Die 32 russischen Reaktoren gehören Kusnezow zufolge zur Hälfte der ersten Generation an, elf seien vom Typ RBMK wie im Akw Tschernobyl. Der Experte kritisierte, dass es im Nachwende-Russland keine Spezialisten gebe, die imstande seien, den technischen Zustand der Atomkraftwerke zu überwachen.
Ministerpräsident Wladimir Putin hatte zuvor vom Energieministerium, der Nuklearbehörde und dem Umweltministerium eine Analyse des aktuellen Zustands des Atomsektors und der Pläne für die zukünftige Entwicklung gefordert. Der Regierungschef hatte hinzugefügt, Russland habe keine Kernkraftwerke in Erdbebengebieten und wolle dort auch keine bauen.











