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Zuletzt aktualisiert: 16.03.2011 um 10:18 UhrKommentare

Sechs Raffinerien gestoppt

Nach dem Erdbeben haben sechs der 27 Raffinerien ihre Tätigkeit eingestellt. Das Land hat Erdölreserven für 170 Tage vorrätig. Notfalls stehen aber noch weitere strategische Reserven zur Verfügung.

In mehreren Raffinerien ist nach dem Erdbeben Feuer ausgebrochen.

Foto © APIn mehreren Raffinerien ist nach dem Erdbeben Feuer ausgebrochen.

Nach dem schweren Erdbeben und dem Tsunami in Japan haben mindestens sechs der 27 Erdölraffinerien des Landes ihre Arbeit eingestellt. 31 Prozent der normalen Kapazität seien lahmgelegt, hatte die Internationale Energieagentur (IEA) am Dienstag mitgeteilt. Japan ist der weltweit fünftgrößte Raffineur.

Ende 2010 verfügte das Land demnach über Öl-Reserven von 590 Mio. Barrel (je 159 Liter). Die japanische Regierung habe der Ölindustrie vorübergehend gestattet, aus diesen reichhaltigen Reserven zu schöpfen. Das Problem sei aber derzeit, die von der Naturkatastrophe am meisten betroffenen Regionen zu versorgen.

Die Ölversorgung Japans bereite ihm trotz der Erdbebenschäden keine großen Sorgen, hatte IEA-Chef Nobuo Tanaka am Dienstag zur Nachrichtenagentur Reuters gesagt. Japan habe Reserven für 170 Tage. Die IEA stehe aber mit ihren strategischen Reserven für den Notfall bereit.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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