Außenamt rät weiter zum Verlassen von Tokio
Das Außenministerium rät Österreichern in Japan weiterhin, zumindest den Großraum Tokio zu verlassen.

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"Die Situation nach den Zwischenfällen in dem Atomkraftwerk Fukushima ist nicht abschätzbar", sagte Außenamts-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Dienstag der APA. Die Betroffenen sollten aber bedenken, dass im Fall einer Verschlimmerung der Strahlungslage etwaige Ausreisemöglichkeiten nicht länger zur Verfügung stehen könnten.
Zwischen 300 und 500 Österreicher waren zum Zeitpunkt des Erdbebens in Japan. "Es gibt weiterhin keinen Hinweis darauf, dass von ihnen jemand physisch zu Schaden gekommen ist", sagte Launsky-Tieffenthal. 150 Ausreisewillige dürften das Land inzwischen wieder verlassen.
Die verbleibenden Österreicher - darunter vor allem Personen, die ihren beruflichen und familiären Schwerpunkt in dem Land haben - sollten zumindest den Großraum um die Hauptstadt meiden. Am Dienstag flog die AUA um 11.45 Uhr (Ortszeit) in Tokio noch einmal nach Wien, wo sie um 18.40 Uhr erwartet wurde.
Mitgereiste Spezialisten der ABC-Abwehrschule des Bundesheeres haben den Flug nach Japan begleitet, um während des Landeanfluges in Tokio Strahlenmessungen durchzuführen. Dabei wurde laut AUA aber keine erhöhte Belastung gemessen. Dennoch wird das Unternehmen heute noch darüber beraten, ob der Flug über Seoul erneut durchgeführt wird.
Die Botschaft in Tokio hat damit begonnen, an Österreicher, die das wünschen, Jod-Tabletten auszugeben. Diese seien allerdings nur zur "Grundversorgung" gedacht, wie Launsky-Tieffenthal betonte. Wie lange die österreichischen Botschaftsmitarbeiter in Japan bleiben werden, konnte der Sprecher nicht sagen. Im Laufe des Tages sollte diese Frage bei einer Koordinierungssitzung der EU aber erörtert werden. Der österreichischen Botschafterin in Tokio, Jutta Stefan-Bastl, ist es aber freigestellt, mit ihren Mitarbeitern den Großraum Tokio zu verlassen, wenn sie es für nötig hält.











