Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
20. Juni 2013 07:39 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren
Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Japan zwei Jahre nach der Katastrophe Nächster Artikel Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff"
Zuletzt aktualisiert: 15.03.2011 um 11:47 UhrKommentare

Außenamt rät weiter zum Verlassen von Tokio

Das Außenministerium rät Österreichern in Japan weiterhin, zumindest den Großraum Tokio zu verlassen.

Foto © APA

"Die Situation nach den Zwischenfällen in dem Atomkraftwerk Fukushima ist nicht abschätzbar", sagte Außenamts-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Dienstag der APA. Die Betroffenen sollten aber bedenken, dass im Fall einer Verschlimmerung der Strahlungslage etwaige Ausreisemöglichkeiten nicht länger zur Verfügung stehen könnten.

Zwischen 300 und 500 Österreicher waren zum Zeitpunkt des Erdbebens in Japan. "Es gibt weiterhin keinen Hinweis darauf, dass von ihnen jemand physisch zu Schaden gekommen ist", sagte Launsky-Tieffenthal. 150 Ausreisewillige dürften das Land inzwischen wieder verlassen.

Die verbleibenden Österreicher - darunter vor allem Personen, die ihren beruflichen und familiären Schwerpunkt in dem Land haben - sollten zumindest den Großraum um die Hauptstadt meiden. Am Dienstag flog die AUA um 11.45 Uhr (Ortszeit) in Tokio noch einmal nach Wien, wo sie um 18.40 Uhr erwartet wurde.

Mitgereiste Spezialisten der ABC-Abwehrschule des Bundesheeres haben den Flug nach Japan begleitet, um während des Landeanfluges in Tokio Strahlenmessungen durchzuführen. Dabei wurde laut AUA aber keine erhöhte Belastung gemessen. Dennoch wird das Unternehmen heute noch darüber beraten, ob der Flug über Seoul erneut durchgeführt wird.

Die Botschaft in Tokio hat damit begonnen, an Österreicher, die das wünschen, Jod-Tabletten auszugeben. Diese seien allerdings nur zur "Grundversorgung" gedacht, wie Launsky-Tieffenthal betonte. Wie lange die österreichischen Botschaftsmitarbeiter in Japan bleiben werden, konnte der Sprecher nicht sagen. Im Laufe des Tages sollte diese Frage bei einer Koordinierungssitzung der EU aber erörtert werden. Der österreichischen Botschafterin in Tokio, Jutta Stefan-Bastl, ist es aber freigestellt, mit ihren Mitarbeitern den Großraum Tokio zu verlassen, wenn sie es für nötig hält.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

Fotoserien

Fukushima: Mutationen bei Schmetterlingen 

Fukushima: Mutationen bei Schmetterlingen

 

KLEINE.tv

Fukushima: Rückkehr zur Atomenergie

Schweigeminute im Energieversorgungsunternehmen TEPCO. Mitarbeiter der F...Noch nicht bewertet

 


Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

Atomkraftwerke rund um Österreich

200 Kilometer rund um Österreich stehen 31 Atomreaktoren. Auch in erdbebengefährdeten Gebieten.



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang