Fukushima: Wieder Feuer in Reaktor 4
Ein Großteil der Arbeiter und Techniker im Kraftwerk Fukushima wurde abgezogen, nachdem eine Explosion die Hülle eines Reaktors beschädigt hatte, was die Strahlenwerte dramatisch ansteigen ließ. Nur noch 50 Arbeiter sind vor Ort. Sie versuchen weiterhin Meerwasser in die überhitzten Reaktoren zu pumpen, um die Brennstäbe abzukühlen. Verfolgen Sie die Ereignisse im Liveticker.
Quelle © APA Neue Explosion und Brand in Fukushima
00:35 Uhr: Obama will Sicherheit von US-Atomkraftwerken prüfen
Angesichts der drohenden Atomkatastrophe in Japan hat US-Präsident Barack Obama Sicherheitsnachbesserungen an Nuklearanlagen in den Vereinigten Staaten angekündigt. Es sei nun sehr wichtig zu prüfen, wie die Sicherheit und die Leistung der US-Atomkraftwerke verbessert werden könne, sagte Obama am Dienstag (Ortszeit) dem Fernsehsender CBS. Die Anlagen seien zwar so gebaut, dass sie Erdbeben bis zu einer bestimmten Stärke standhalten könnten, aber "nichts ist zu einhundert Prozent sicher", fügte Obama hinzu.
16.März 2011, 00:01 Uhr: Komiker nach Witzen über Tsunami gefeuert
Zynische Witze zur Lage in Japan nach dem schweren Erdbeben und Tsunami haben einen amerikanischen Komiker seinen Job gekostet. Über den Kurznachrichtendienst Twitter hatte Gilbert Gottfried unter anderem darüber gewitzelt, dass die Japaner nicht mehr zum Strand gingen, sondern der Strand zu ihnen komme. Daraufhin trennte sich eine US-Firma von dem bekannten Schauspieler und Komödianten, berichtete "Entertainment Weekly" am Dienstagabend. Gottfried hatte für den Versicherungskonzern seit mehr als zehn Jahren die Fernsehwerbung gesprochen. Das Unternehmen, das besonders in Japan viele Kunden hat, distanzierte sich von Gottfrieds Aussagen und spendete einen Millionenbetrag für einen Japan-Hilfsfonds. Der Künstler bat um Entschuldigung, aber zu spät: Die Suche nach einer neuen Stimme hat bereits begonnen.
23:35 Uhr: Unfall in Japan hat zweithöchste Störfall-Stufe
Ein unabhängiges US-Forschungsinstitut hat die Nuklearkatastrophe in Japan auf der Störfallstufe 6 von 7 eingestuft. Die Explosionen und Brände in dem Atomkraftwerk Fukushima hätten zur Folge, dass der Unfall auf der internationalen Bewertungsskala INES nicht mehr als eine 4 betrachtet werden könne, teilte das Institut für Wissenschaft und Internationale Sicherheit (Isis) am Dienstag in Washington mit. "Das Ereignis ist jetzt näher an der Stufe 6, es könnte leider die Stufe 7 erreichen", heißt es in der Einschätzung.
22:15 Uhr: Erneut Feuer in Reaktor ausgebrochen
Im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima eins ist am Mittwochmorgen (Ortszeit) erneut ein Feuer ausgebrochen. Das berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Fernsehsender NHK. Im AKW Fukushima kämpfen die letzten 50 Arbeiter um den havarierten Reaktor 4. Zuletzt versuchten sie, aus Hubschraubern Wasser abzuwerfen, um die Brennstäbe zu kühlen. Ein erster Brand in Reaktor 4 war am Dienstag nach kurzer Zeit gelöscht worden. In der Außenwand des Reaktorgebäudes klaffen große Löcher. Vier von sechs Reaktoren in Fukushima sind schwer beschädigt.
22:24 Uhr: Weltweit Wirtschaftliche Auswirkungen
Nach dem Japan-Schock stützt die US-Notenbank Fed die amerikanische Wirtschaft weiter mit Milliarden-Summen. Die Zentralbanker um Fed-Gouverneur Ben Bernanke beschlossen am Dienstag, trotz der Konjunkturerholung den Ankauf von Staatsanleihen in großem Stil fortzusetzen. Zugleich beließ der Offenmarktausschuss (FOMC) der Fed den Leitzins wie erwartet in einer Spanne von null bis 0,25 Prozent. Die US-Notenbanker signalisierten zudem, noch geraume Zeit an ihrer Politik des billigen Geldes festhalten zu wollen.
21:57 Uhr: Zahlreiche Nachbeben am Dienstag
Das Erdbeben der Stärke 9,0 und der folgende Tsunami hatten am Freitag weite Teile des asiatischen Landes verwüstet. Am Dienstag erschütterten mehreren Nachbeben mit Stärke 6 und mehr das Land.
21:20 Uhr: Weitere US-Nuklearexperten in Japan erwartet
Als Reaktion auf die Atomkatastrophe in Japan haben die USA ein weiteres Team mit Nuklearexperten in das Land geschickt. Die neun Spezialisten sollen am Mittwoch in Tokio ankommen, teilte die US-Atomregulierungsbehörde in Rockville (Maryland) mit. Bereits in den Vortagen waren zwei Experten nach Japan entsandt worden. Ihre Aufgabe sei es, der japanischen Regierung technische Hilfe anzubieten, wo immer sie gefragt sei. Zudem solle das Team die Bemühungen zur sicheren Reaktorabschaltung unterstützen. Auch die Analyse möglicher Folgen von freigesetzter Radioaktivität für die Bevölkerung gehöre zu dem Auftrag.
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21:03 Uhr: Oettinger spricht von "Apokalypse"
EU-Energiekommissar Günther Oettinger hat mit Blick auf die Ereignisse in Japan von einer "Apokalypse" gesprochen. Das Wort, das für den Atomunfall infolge von Erdbeben und Tsunami verwendet werde, halte er für zutreffend, sagte Oettinger am Dienstag im Europäischen Parlament in Brüssel. Praktisch alles sei außer Kontrolle geraten, fügte er hinzu. Zuvor hatte Oettinger auf einem Sondertreffen mit Vertretern der EU-Staaten und der Industrie über Lehren aus den Ereignissen in Japan beraten. Dabei wurden sogenannte Stresstests für europäische AKWs beschlossen.
20:37 Uhr: Reaktor entspricht nicht den Bauvorschriften
Wäre das AKW den Vorschriften der japanischen Regierung entsprechend baulich verbessert worden, hätte es das verheerende Beben eigentlich unbeschadet überstehen sollen. Das ging unterdessen aus einem Vortrag des Seismologe Götz Bokelmann von der Universität Wien hervor. Das Anfang der 1970er Jahre entstandene Kernkraftwerk sei auf Bodenbeschleunigungen von maximal 18 Prozent der Erdbeschleunigung (g) ausgelegt gewesen, 2008 habe die japanische Regierung diese Belastungsgrenze aber auf 60 Prozent g hinaufgesetzt. Das sei aber offensichtlich in Fukushima nicht umgesetzt worden.
20:16 Uhr: Österreichische Botschaft verlegt
Aufgrund der nicht einschätzbaren Lage wurde die österreichische Botschaft in Japan von Tokio nach Osaka verlegt. "Die logistische Unterstützung bleibt aber in gleicher Form aufrecht", sagte Außenamtssprecher Peter Launsky-Tieffenthal.
19:38 Uhr: Lebensmittel und Schlafsäcke werden knapp
Wegen Panikkäufen wurden in den Geschäften in Tokio Lebensmittel, Radios, Kerzen, Taschenlampen und Schlafsäcke knapp. Trotz der zehnfach erhöhten Strahlung bestehe jedoch keine Gefahr für die Gesundheit, versuchte der Gouverneur der Stadt zu beruhigen. Doch viele Menschen misstrauen den Aussagen der Behörden inzwischen. Japaner und Ausländer versuchten, den Ballungsraum Tokio mit seinen 35 Millionen Einwohnern zu verlassen. Auf dem Flughafen Haneda warteten Hunderte Frauen mit ihren Kindern auf einen Flug.
19:24 Uhr: Wiederaufbau wird fünf Jahre dauern
Der Wiederaufbau in Japan nach dem Erdbeben und Tsunami wird nach Einschätzung von Experten mindestens fünf Jahre dauern. Zwar habe das Land mit der drittgrößten Bauindustrie die Ressourcen, die Expertise und den sozialen Zusammenhalt, um schnell neuen Wohn- und Arbeitsraum zu schaffen, sagten sie am Dienstag. Allerdings dürften sich die Behörden als Folge der Katastrophe noch sorgfältiger mit Städteplanung und Schutzmaßnahmen beschäftigen wollen. "Ein Wiederaufbau dauert in den seltensten Fällen weniger als fünf Jahre", sagte David Alexander von Universität Florenz. Es gehe dabei nicht nur um das Handwerkliche, sondern auch um die Planung, die "Dinge wie geotechnische Vermessungen und Grundstücksbesitz" beinhalte.
19:02 Uhr: Gefährlich hohe Strahlenwerte in Tokyo
Die radioaktive Strahlung im Umkreis des Unglücks-Kraftwerks erreichte gefährliche Werte. "Wir reden jetzt über eine Strahlendosis, die die menschliche Gesundheit gefährden kann", sagte Regierungssprecher Yukio Edano. In einzelnen Bereichen des Reaktors wurden nach seinen Angaben 400 Millisievert gemessen - dies übersteigt den Grenzwert der Strahlenbelastung für ein Jahr um das 400-fache, schrieb die Nachrichtenagentur Kyodo. Die japanische Regierung stellt in einem ersten Schritt rund 265 Millionen Euro als landesweite Notfallhilfe bereit. Auch in der 35-Millionen-Metropole Tokio wurden erhöhte Strahlenwerte gemessen. Die Belastung sei um das 22-fache höher als üblich, berichtete der Fernsehsender NHK. Viele Bewohner hatten sich aus Angst vor den Folgen des Atomunfalls schon auf den Weg in den weiter entfernten Süden des Landes gemacht.
18:16 Uhr: IAEO: "Besorgniserregende Ereignisse"
"Es haben seit gestern (Montag, Anm.) besorgniserregende Ereignisse stattgefunden." Mit diesen Worten eröffnete Yukiya Amano, Generalsekretär der Internationalen Atomenergie-Organisation IAEO, am Dienstag eine Pressekonferenz in der UNO in Wien. Er sprach von zusätzlichen Beschädigungen an den Reaktoren des AKW Fukushima sowie der Freisetzung von Radioaktivität. Genaue Angaben zur aktuellen Situation machte Amano allerdings nicht. Im Raum Tokio seien erhöhte Werte von Jod und Cäsium gemessen worden. Man sei in ständiger Verbindung mit den japanischen Behörden, auf deren Information die IAEO angewiesen ist.
AUA fliegt weiter nach Tokio
Die Austrian Airlines haben sich nach genauer Prüfung der Sicherheitslage dazu entschieden, den für heute, Dienstag, geplanten Flug von Wien nach Tokio durchzuführen, den Flug allerdings zu verschieben. Die aktuelle Planung sieht laut einer Aussendung folgendes vor: Der Flug OS 051 von Wien nach Tokio wird von 15.25 Uhr auf 23.30 Uhr verlegt. Die Ankunft in Tokio ist für den 16. März um 18.40 Uhr Lokalzeit Tokio geplant, der Rückflug OS 052 von Tokio über Seoul nach Wien für 20.10 Uhr Lokalzeit Tokio. Die Ankunft in Wien ist für 3.05 Uhr Lokalzeit Wien am 17. März vorgesehen.
17:02 Uhr: Hubschrauber sollen Wasser auf Block 4 schütten
Japanische Experten wollen auf abenteuerliche Weise den außer Kontrolle geratenen Block 4 im Atomkomplex Fukushima Eins kühlen. Es sei geplant, mit Hilfe von Hubschraubern Wasser durch Löcher im teilweise zerstörten Dach zu schütten, wie der staatliche Fernsehsender NHK am Dienstag berichtete. Damit sollen im Inneren Kernbrennstäbe gekühlt werden. Eine Explosion hatte Löcher in eine Wand sowie das Dach gerissen.
16:38 Uhr: Nur noch 50 Arbeiter im Kraftwerk
50 Arbeiter versuchen in Fukushima weiterhin Meerwasser in die überhitzenden Reaktoren zu pumpen, um die Brennstäbe abzukühlen. Am Dienstagmorgen (Ortszeit) waren noch mehr als 800 Arbeiter und Techniker im Kraftwerk Fukushima Eins tätig. Ein Großteil von ihnen wurde abgezogen, nachdem eine Explosion, die Hülle eines Reaktors beschädigt hatte, was die Strahlenwerte dramatisch ansteigen ließ.
16:19 Uhr: Ahmadinejad meldet sich zu Wort
Der iranische Präsident Mahmoud Ahmadinejad hält die Atomanlage Bushehr in seinem Land für sicherer als die japanischen Atomkraftwerke. Er denke nicht, dass es "irgendein ernsthaftes Problem" geben könne, sagte er in einem Interview mit einem spanischen Fersehsender.
15:44 Uhr: Mindestens 100.000 Kinder obdachlos
Mindestens 100.000 Kinder haben nach Schätzung der Hilfsorganisation Save the Children nach dem verheerenden Erdbeben und dem anschließenden Tsunami in Japan ihr zu Hause verloren.
15:09 Uhr: Bewahrungsbecken für Brennstäbe kann nicht mehr befüllt werden
Das Aufbewahrungsbecken für die verbrauchten Brennstäbe im Reaktor 4 des japanischen Kernkraftwerks Fukushima Eins kann nicht mehr mit Wasser gefüllt werden. Das habe die Betreiberfirmer Tepco mitgeteilt, meldete die Nachrichtenagentur Kyodo mit. Eine weitere Eskalation der Situation drohe.
14:50 Uhr: Offizielle Zahl der Todesopfer auf 3.373 gestiegen
Die offizielle Zahl der bei der Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan ums Leben gekommenen Menschen ist auf 3.373 gestiegen. Nach Angaben der japanischen Polizei vom Dienstagabend (Ortszeit) handelte es sich um eine vorläufige Opferzahl. Insgesamt belaufe sich die Zahl der Toten und Vermissten auf mehr als 10.000.
14:26 Uhr: Ölpreise auf Talfahrt
Die weltweite Furcht vor den Auswirkungen der Atomkatastrophe in Japan hat die Ölpreise am Dienstag weiter auf Talfahrt geschickt.
14:02 Uhr: Japan weitet Stromsperren aus
Als Reaktion auf die massiven Reaktorausfälle in weiten Japans weiten Energieversorger die Stromsperren auf den Nordosten des Landes aus. Zuvor waren bereits Einschränkungen für den Großraum Tokio angeordnet worden. Die Rationierungen sollen im Osten Japans mindestens bis Ende April andauern. Für den Nordosten des Landes müsse mit noch längeren Einschränkungen gerechnet werden.
13:25 Uhr: Strahlung in Fukushima zu hoch für Personal
Die Strahlung im japanischen Kernkraftwerk in Fukushima ist weiter gestiegen. Die gemessenen Werte seien so hoch, dass das Personal nicht weiter in den Kontrollräumen des Reaktors bleiben könne, berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.
13:05 Uhr: Österreichische Botschaft von Tokio nach Osaka verlegt
Aufgrund der nicht einschätzbaren Lage nach den Zwischenfällen im Atomkraftwerk Fukushima wird die österreichische Botschaft in Japan von Tokio nach Osaka verlegt.
12:52 Uhr: Greenpeace: Kernschmelze seit Samstag
Der Umweltorganisation Greenpeace zufolge ist die befürchtete Kernschmelze zumindest in Reaktor 1 des Atomkraftwerks Fuyujama seit Samstag bereits in Gang. "Alle Indizien deuten darauf hin", sagte Experte Niklas Schinerl am Dienstag. Der Präsident der Französischen Atomsicherheitsbehörde (ASN), Andre-Claude Lacoste, teilte unterdesssen mit, der Störfall sei auf der Internationalen Bewertungsskala (INES) mit der Stufe 6 von 7 zu bewerten. Die Katastrophe von Tschernobyl hatte die Stufe 7 auf der INES-Skala.
12:20 Uhr: Soldaten finden immer mehr Tote
Das öffentlich-rechtliche Fernsehen NHK zeigt Bilder aus dem Katastrophengebiet an der Küste im Nordosten Japans. Soldaten der Selbstverteidigungsstreitkräfte durchsuchen mit bloßen Händen Trümmerberge. Wo sie ein Leiche finden, errichten sie eine rote Fahne. Geborgen werden können die Opfer zunächst nicht. Verzweifelte Angehörige beobachten die Suche.
11:55 Uhr: Außenamt rät weiter zum Verlassen von Tokio
Das Außenministerium rät Österreichern in Japan weiterhin, zumindest den Großraum Tokio zu verlassen. "Die Situation nach den Zwischenfällen in dem Atomkraftwerk Fukushima ist nicht abschätzbar", sagte Außenamts-Sprecher Peter Launsky-Tieffenthal am Dienstag der APA. Die Betroffenen sollten aber bedenken, dass im Fall einer Verschlimmerung der Strahlungslage etwaige Ausreisemöglichkeiten nicht länger zur Verfügung stehen könnten.
>>> Außenamt rät weiter zum Verlassen von Tokio
11:45 Uhr: Nachbeben vor Japans Ostküste mit Stärke 6,3
Vor der japanischen Ostküste auf Höhe der Präfektur Fukushima hat sich ein weiteres schweres Nachbeben der Stärke 6,3 ereignet. Das teilte Japans Meteorologischer Dienst am Dienstagabend (Ortszeit) mit. In Fukushima steht der Atomkomplex, in dessen Reaktorblöcken es während der vergangenen Tage Explosionen gab.
11:30 Uhr: Wasser in Brennelemente-Becken soll kochen
Das Wasser in einem Becken mit abgebrannten Brennelementen des AKW Fukushima I soll kochen. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, am Reaktor 4 sinke der Wasserspiegel des Beckens. Die Agentur beruft sich auf Angaben eines Offiziellen der Betreibergesellschaft Tepco.
11:15 Uhr: Durch Wind kann Radioaktivität nach Tokio gelangen
Radioaktive Partikel in der Luft bewegen sich derzeit auf Tokio und das südliche Japan zu. Laut der aktuellen Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) treibt Nordwind eine mögliche Strahlungswolke vom AKW Fukushima derzeit aufs Land und nicht mehr aufs Meer hinaus. In den nächsten Stunden soll im Krisengebiet zudem Regen einsetzen, wodurch radioaktive Stoffe in Bodennähe gelangen und dort festgesetzt werden können. "In Niederschlagsgebieten könnte es zu erhöhter Strahlung am Boden kommen", erklärte ZAMG-Meteorologe Gerhard Wotawa.
10:55 Uhr: Löcher in der Wand des Reaktors 4
In der Wand des Reaktors 4 des Atomkraftwerks Fukushima Eins klafften zwei acht Quadratmeter große Löcher. Das berichtete die Nachrichtenagentur Jiji Press am Dienstag unter Berufung auf die Nukleare Sicherheitsagentur des Industrieministeriums. Der Kraftwerkbetreiber Tepco hatte den Behörden die Löcher in der Nordwestwand des Reaktors gemeldet. In dem Block hatte es zwischenzeitlich gebrannt.
10:30 Uhr: Zwei Überlebende vier Tage nach Katastrophe gerettet
Vier Tage nach der verheerenden Erdbeben- und Tsunami-Katastrophe in Japan haben die Rettungskräfte zwei Überlebende geborgen. Wie der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK am Dienstag berichtete, wurde in der Stadt Otsuchi eine 70 Jahre alte Frau lebend aus den Trümmern ihres Hauses geborgen. In der Stadt Ishimaki in der besonders betroffenen Präfektur Miyagi an der Nordostküste Japans wurde zudem ein Mann aus den Trümmern gerettet.
10:05 Uhr: Ministerpräsident kritisierte AKW-Betreiber
Der japanische Ministerpräsident Naoto Kan hat die Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima scharf kritisiert. "Das Fernsehen berichtet von einer Explosion. Aber dem Büro des Premiers wird eine Stunde lang nichts gesagt", zitierte ihn die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. Die Regierung und die Öffentlichkeit seien unzufrieden mit der Informationspolitik. Kan verlangte von der Betreibergesellschaft Tepco, ihre Mitarbeiter nicht aus der Anlage abzuziehen. Er sei sich hundertprozentig sicher, dass das Unternehmen dann zusammenbreche. In den Reaktoren des Atomkraftwerks hatte es in den vergangenen Tagen mehrere Explosionen gegeben. Die Zahl der Mitarbeiter wurde von 800 auf 50 reduziert.
09:55 Uhr: Feuer in Reaktorblock 4 war gebrauchter Brennstoff
Im Reaktorblock 4 des Unglückskraftwerks Fukushima Eins brennt oder brannte nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA ein Becken mit gebrauchtem Brennstoff. Radioaktivität entweiche von dort direkt in die Atmosphäre, teilten japanische Behörden der UN-Behörde am Dienstag mit.
Nach Informationen aus Japan ist der Brand inzwischen gelöscht. Die IAEA bestätigte das bisher nicht. Die Organisation hatte bisher mit Stunden Verspätung auf die Entwicklungen in Japan reagiert. Bei Fukushima seien Radioaktivitätswerte von bis zu 400 Millisievert pro Stunde gemessen worden, meldete die Agentur Kyodo.
09:46 Uhr: Präfekturen bereiten Evakuierung vor
In drei Präfekturen um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima haben die Vorbereitungen auf die Evakuierung begonnen. Die Regierung der Präfektur Yamagata stelle eine Liste mit Schutzräumen für die Flüchtenden zusammen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstag. "Wir arbeiten daran festzustellen, wie viele Evakuierte wir aufnehmen und welche Einrichtungen wir als Unterschlupf nutzen können", sagte eine Sprecher der Präfektur Tochigi. Ministerpräsident Naoto Kan hatte am frühen Morgen dazu aufgerufen, einen Umkreis von 20 Kilometern um das Atomkraftwerk Fukushima Eins und zehn Kilometer um Fukushima Zwei zu räumen. In einer Entfernung von 20 bis 30 Kilometern um Fukushima Eins sollten die Einwohner ihre Häuser nicht verlassen.
09:25 Uhr: Pröll erwartet keine direkte Auswirkung auf Weltwirtschaft
Das verheerende Erdbeben und die nukleare Katastrophe sowie der Börsensturz in Japan dürfte nach Worten von Finanzminister Josef Pröll (V) die Weltwirtschaft nicht beeinträchtigen. "Wir sehen derzeit keine unmittelbare Gefahr für die Weltwirtschaft insgesamt", sagte Pröll vor einem Treffen der EU-Finanzminister am Dienstag in Brüssel. "Jetzt ist akute Krisenbewältigung angesagt, Unterstützung für Japan auf allen Ebenen, um die humanitäre Situation zu entschärfen und den Menschen zu helfen. Wir erwarten nicht große Verwerfungen auf den Weltmärkten von dieser Katastrophe. Aber wir sehen natürlich, dass rund um diese Nuklearthemen, die sich hier entwickeln, wirkliche Besorgnis angebracht ist", sagte Pröll.
09:11 Uhr: Auch Kühlung in Reaktoren 5 und 6 fehlerhaft
Weitere Schäden im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1: Auch die Kühlung der Reaktoren 5 funktioniere offenbar nicht mehr einwandfrei, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag. Dies berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo.
09:11 Uhr: Auch Kühlung in Reaktoren 5 und 6 fehlerhaft
Weitere Schäden im japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1: Auch die Kühlung der Reaktoren 5 funktioniere offenbar nicht mehr einwandfrei, sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstag. Dies berichtete die japanische Nachrichtenagentur Kyodo. Die Kühlung in den Reaktoren 1 und 3 des havarierten Atomkraftwerks Fukushima 1 ist nach Angaben der japanischen Regierung stabil. Ob auch Kühlwasser in Reaktor 2 eingeleitet werden könne, bleibe abzuwarten, sagte Edano. Im Reaktor 2 war es am Morgen (Ortszeit) zu einer neuen Explosion gekommen, wobei laut Regierung erstmals eine innere Reaktorhülle beschädigt wurde.
>>> Interaktiv: Japan Vorher-Nachher
08:45 Uhr: Regierung warnt vor Hamsterkäufen wegen Atomunfall
Die japanische Regierung hat die Bevölkerung des Landes aufgefordert, keine Hamsterkäufe aus Sorge wegen des Atomunfalls in der Anlage Fukushima 1 zu tätigen. Sollten sich die Menschen mit großen Vorräten an Grundnahrungsmitteln eindecken, könne dies die Versorgung der Menschen in dem von der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe betroffenen Gebiet gefährden, sagte Verbraucherministerin Renho am Dienstag nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo.
Die Ministerin, die nur diesen einen Namen nutzt, kündigte zudem an, die Regierung werde mögliche Preissteigerungen bei Lebensmitteln im Auge behalten. In den vergangenen Tagen hatten zahlreiche Japaner, etwa in der Hauptstadt Tokio, aus Sorge vor einer nuklearen Katastrophe große Mengen an Lebensmitteln gekauft. In der Erdbeben- und Tsunami-Region an der Nordostküste des Landes herrscht eine gravierende Lebensmittelknappheit.
08:33 Uhr: Erhöhte Strahlung bei US-Marineangehörigen
Bei Angehörigen der US-Marine sind nach einem Einsatz im japanischen Erdbeben- und Tsunami-Gebiet leicht erhöhte radioaktive Strahlenwerte festgestellt worden. Bei 17 Mitgliedern von drei Helikopterbesatzungen sei eine "niedrige" Radioaktivität gemessen worden, teilte die 7. US-Marineflotte am Montag (Ortszeit) auf ihrer Internetseite mit. Ursache seien Schwaden aus dem japanischen Atomkraftwerk Fukushima 1. Die höchsten gemessenen Werte lägen aber unter denen, denen Marineangehörige zusammengenommen im Laufe eines Monates durch natürliche Quellen ausgesetzt seien, erklärte die US-Marine. Die erhöhte Radioaktivität habe von den Soldaten mit Seife und Wasser weggewaschen werden können. Eine weitere Kontaminierung sei dann nicht mehr gemessen worden.
08:15 Uhr: Katastrophe treibt Chippreise nach oben
Nach dem verheerenden Beben in Japan ziehen die Chippreise an. Die Spot-Preise für Nand-Halbleiter, die etwa in Smartphones verwendet werden, legten am Dienstag erneut zu. Bereits am Montag waren sie um mehr als 20 Prozent in die Höhe gesprungen. Auch die Preise für Dram-Speicherchips kletterten erneut, nachdem sie zu Wochenbeginn um sieben Prozent gestiegen waren, wie die Preisermittler von DRAMeXchange berichteten. Ein Fünftel der weltweiten Chipproduktion erfolgt in Japan. Dutzende von Herstellern halten ihre Fabriken seit dem Beben geschlossen. Es wird Monate dauern, bis Straßen, Stromnetz, Häfen und Eisenbahnstrecken wieder voll funktionsfähig sind.
08:15 Uhr: Katastrophe treibt Chippreise nach oben
Nach dem verheerenden Beben in Japan ziehen die Chippreise an. Die Spot-Preise für Nand-Halbleiter, die etwa in Smartphones verwendet werden, legten am Dienstag erneut zu. Bereits am Montag waren sie um mehr als 20 Prozent in die Höhe gesprungen. Auch die Preise für Dram-Speicherchips kletterten erneut, nachdem sie zu Wochenbeginn um sieben Prozent gestiegen waren, wie die Preisermittler von DRAMeXchange berichteten. Ein Fünftel der weltweiten Chipproduktion erfolgt in Japan. Dutzende von Herstellern halten ihre Fabriken seit dem Beben geschlossen. Es wird Monate dauern, bis Straßen, Stromnetz, Häfen und Eisenbahnstrecken wieder voll funktionsfähig sind. Auch wenn die Lieferungen von Bauteilen für die Chipproduktion bereits in zwei Wochen wieder beginnen würden, würden sich die Engpässe und Preiserhöhungen bis ins dritte Quartal auswirken, berichtete das Forschungsinstitut iSuppli. Vor allem die Nachfrage nach Nand-Chips ist zuletzt wegen des Tablet-Booms deutlich gewachsen. Chiphersteller Texas Instruments teilte am Montag mit, seine beiden Fabriken in Japan würden erst im Juli wieder ihre volle Leistungsfähigkeit erreichen.
7:55 Uhr: Zahl der Toten und Vermissten übersteigt 6000
Nach neuesten Polizeiangaben sind bei dem Erdbeben und dem anschließenden Tsunami 2475 Personen ums Leben gekommen. 3611 werden vermisst. Das berichtet die Nachrichtenagentur Kyodo. Die Zahl der Toten wird laut der Polizei noch deutlich ansteigen, weil viele nicht identifizierte Leichen in den besonders schwer getroffenen Küstengebieten gefunden worden seien.
7:36 Uhr: Strahlung in Nähe von Tokio steigt
Nach einer neuen Explosion im Atomkraftwerk Fukushima ist die radioaktive Strahlung auch in der Nähe der japanischen Hauptstadt Tokio angestiegen. Die Werte seien aber kein Risiko für die Gesundheit, teilte das Wissenschaftsministerium am Dienstag nach Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo mit. In Tokio wurden geringe Mengen radioaktiver Substanzen gemessen, darunter Cäsium und Jod, wie die Verwaltung der Region erklärte.
7:16 Uhr: Strahlung nahe AKW Fukushima hundertmal so hoch wie normal
In der Präfektur Ibaraki nahe der Region um Fukushima sei die Strahlung 100 Mal höher als normalerweise, teilten die Behörden dort mit. In der Präfektur Kanagawa südlich von Tokio stieg die Belastung auf das zehnfache des Normalwertes.
Quelle © japan726.jpg | Foto: youtube Japans Premier warnt Bevölkerung
7:00 Uhr: Schäden durch Tsunami außerhalb Japans
Der Tsunami hat in Hawaii und Kalifornien Schäden in Höhe von Dutzenden Millionen Dollar verursacht. Allein in Kalifornien beziffern offizielle Stellen den Schaden auf mindestens 40 Millionen Dollar.
6:55 Uhr: Fukushima 2 heruntergefahren
Betreiber Tepco teilt mit, dass die vier Reaktoren im AKW Fukushima 2 erfolgreich heruntergefahren wurden. Die Kühlprobleme in der Anlage seien offenbar unter Kontrolle, berichtet auch der "Guardian".
06:16 Uhr: Flugverbot über Fukushima
Nach einer weiteren Explosion im japanischen Krisen-Atomkraftwerk Fukushima ist der Luftraum über der Anlage gesperrt worden. Für einen 30-Kilometer-Radius über den Reaktoren gelte eine Flugverbotszone, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Dienstagmittag (Ortszeit) unter Berufung auf die Regierung.
05:41 Uhr: Panische Hamsterkäufe in Tokio
Angesichts der Warnungen vor der Strahlenbelastung rund um das Kraftwerk Fukushima kommt es in Tokio zu Panikkäufen. Die Einwohner decken sich mit Lebensmitteln und anderen Vorräten ein.
04:53 Uhr: Kurssturz an Tokioter Börse wegen Atom-Katastrophe - Minus 12 Prozent
Die Atom-Katastrophe im japanischen AKW Fukushima hat am heutigen Dienstag für einen beispiellosen Kurssturz an der Tokioter Börse gesorgt. Nach der Mittagspause notierte der Nikkei-Leitindex um 12,4 Prozent niedriger als zu Beginn des Handelstages, und brach auf 8424 Punkte ein. Die Kursverluste weiteten sich aus, nachdem Ministerpräsident Naoto Kan in einer Erklärung den Austritt von Radioaktivität in großem Ausmaß aus dem Atomkraftwerk Fukushima 1 bestätigt hatte. Die radioaktive Wolke war auf dem Weg nach Tokio.
Bereits am gestrigen Montag hatte der Leitindex der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt mit einem Minus von 6,18 Prozent den größten Kursrutsch seit Oktober 2008 verbucht. Zu Handelsbeginn am Montag stand das Börsebarometer noch bei 10.254 Punkten.
04:25 Uhr: Feuer in Reaktorblock 4 offenbar gelöscht
Das Feuer im Reaktor 4 des Atomkraftwerks Fukushima ist offenbar gelöscht. Das berichtet die japanische Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf den Betreiber Tepco.
03:43 Uhr: Regierung: Ausmaß der Radioaktivität "gesundheitsgefährdend"
Die Strahlung um das havarierte japanische Atomkraftwerk Fukushima hat mittlerweile ein "gesundheitsgefährdendes" Ausmaß erreicht. Dies sagte Regierungssprecher Yukio Edano am Dienstagvormittag (Ortszeit) in Tokio. "Wir reden jetzt über eine Strahlendosis, die die menschliche Gesundheit gefährden kann." Wie zuvor bereits Ministerpräsident Naoto Kan rief er die Menschen im Umfeld von 20 bis 30 Kilometer um das Atomkraftwerk auf, ihre Häuser nicht zu verlassen. Mit zunehmender Entfernung vom Atomkraftwerk werde die Strahlung aber geringer. "Wir können unser Alltagsleben weiterführen", sagte Edano.
Das Feuer in Reaktorblock 4 werde nun mit Unterstützung der japanischen und US-Armee gelöscht, sagte der Regierungssprecher. In den Reaktorblöcken 1 bis 3 werde das Einpumpen von Wasser planmäßig fortgesetzt. Es gelte jetzt, diese Kühlung aufrechtzuerhalten. Nach der Explosion im Reaktor 2 sei eine begrenzte Menge Radioaktivität ausgetreten, sagte Edano. Wahrscheinlich sei die Reaktorschutzhülle beschädigt worden.
03:19 Uhr: Kan: "Deutlich erhöhte Radioaktivität" in Fukushima - Feuer in AKW
In Reaktor 4 der bereits schwer beschädigten japanischen Atomanlage Fukushima 1 ist ein Feuer ausgebrochen. Der japanische Regierungschef Naoto Kan sagte am Dienstag, dort sei zudem eine "deutlich erhöhte" Radioaktivität gemessen worden. Er rief die Bevölkerung im Umkreis von 20 bis 30 Kilometern auf, in ihren Häusern zu bleiben.
Kan rief die Bevölkerung in den Evakuierungszonen um die beiden Atomkraftwerke von Fukushima zudem eindringlich auf, diese Gebiete zu verlassen. Die meisten Bewohner hätten diese Aufforderung bereits befolgt. Jetzt würden alle aufgefordert, die Zonen zu verlassen. Geräumt werden sollen ein Umkreis von 20 Kilometern um Fukushima Eins und 10 Kilometer um Fukushima Zwei.
03:13 Uhr: Französische Botschaft: Radioaktive Wolke in zehn Stunden in Tokio
Eine radioaktive Wolke ist nach Erkenntnissen der französischen Botschaft in Tokio auf dem Weg in die japanische Hauptstadt. Winde mit "geringer radioaktiver Kontamination" könnten Tokio innerhalb von zehn Stunden erreichen, sofern sich die Windrichtung nicht drehe. Die französischen Bürger in Tokio wurden aufgerufen, in ihren Häusern zu bleiben. Es gebe "keinen Grund für Panik", hieß es.
01:32 Uhr: Wieder massiver Kurssturz an Tokioter Börse - Minus fünf Prozent
Die Hiobsbotschaften aus dem Atomkraftwerk Fukushima haben am heutigen Dienstag einen neuerlichen Kurssturz an der Tokioter Börse ausgelöst. Der Nikkei-Index gab wenige Minuten nach Handelsbeginn um fünf Prozent nach. Bereits am Montag hatte der Index der 225 wichtigsten japanischen Unternehmen mit einem Minus von über sechs Prozent den größten Kursrutsch seit Oktober 2008 verbucht und Handelsplätze weltweit ins Minus gerissen. Kurz vor Börseöffnung am Dienstag hatte sich im AKW Fukushima eine Explosion ereignet, bei der es zu einer massiven Freisetzung von Radioaktivität gekommen sein dürfte.
01:11 Uhr: Nach Explosion deutlich erhöhte Strahlenbelastung am AKW Fukushima
Nach der Explosion im zweiten Reaktorblock des japanischen Atomkraftwerks Fukushima ist die radioaktive Strahlung um die Anlage deutlich angestiegen. Es wurde eine Strahlenbelastung von 8.217 Mikrosievert pro Stunde gemessen, was das Achtfache des Jahreswertes ist. Es handelte sich um einen sprunghaften Anstieg: Noch 40 Minuten zuvor waren 1.941 Mikrosievert pro Stunde im AKW gemessen worden. Die gesetzliche Höchstgrenze liegt bei 500 Mikrosievert pro Stunde. Die Behörden hatten zuvor eingeräumt, dass bei der Explosion die Reaktorschutzhülle beschädigt wurde, was zu einem massiven Austritt von Radioaktivität führen könnte. In der 100 Kilometer südlich von Fukushima gelegenen Präfektur Ibaraki wurden ein Anstieg der Strahlenbelastung gemessen.
00:43 Uhr: AKW wird evakuiert - Erhöhte Radioaktivität südlich von Fukushima
Im Atomkraftwerk Fukushima dürfte es am Dienstag in der Früh zu einer massiven Freisetzung von Radioaktivität gekommen sein. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden die Arbeiter nach einer Explosion angewiesen, den zweiten Reaktorblock zu verlassen. Während die Strahlung im Gebiet des Atomkraftwerks über die gesetzliche Höchstgrenze kletterte, wurden auch in der südlich gelegenen Präfektur Ibaraki erhöhte Strahlenwerte gemessen.
00:43 Uhr: AKW wird evakuiert - Erhöhte Radioaktivität südlich von Fukushima
Im Atomkraftwerk Fukushima dürfte es am Dienstag in der Früh zu einer massiven Freisetzung von Radioaktivität gekommen sein. Wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete, wurden die Arbeiter nach einer Explosion angewiesen, den zweiten Reaktorblock zu verlassen. Während die Strahlung im Gebiet des Atomkraftwerks über die gesetzliche Höchstgrenze kletterte, wurden auch in der südlich gelegenen Präfektur Ibaraki erhöhte Strahlenwerte gemessen.
00:09 Uhr: Explosion am Reaktor 2 des japanischen AKW Fukushima
Im zweiten Reaktorblock der japanischen Atomanlage Fukushima 1 ist nach Medienberichten eine Explosion zu hören gewesen. Das berichteten Medien am Dienstagmorgen unter Berufung auf die Regierung in Tokio. Zuvor hatte ein Regierungssprecher bekannt gegeben, dass ein Teil des Schutzmantels des Reaktors offenbar beschädigt worden sei.
Die japanische Atombehörde räumte ein, dass ein Austritt von Radioaktivität durch ein Leck in der Reaktorschutzhülle befürchtet werde. Ein Regierungssprecher hatte zuvor gesagt, dass bei der Explosion die Reaktorschutzhülle beschädigt worden sei. Zum Zeitpunkt der Explosion herrschte nach Angaben von Meteorologen Nordwind in Fukushima. Damit könnten radioaktive Teilchen nach Süden in die rund 260 Kilometer entfernt gelegene Metropole Tokio gelangen.












