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Zuletzt aktualisiert: 14.03.2011 um 12:29 Uhr

Radioaktivität: Keine Auswirkungen auf Kärnten zu erwarten

Um Beruhigung der Kärntner Bevölkerung bemüht sind sowohl die Kabeg als auch der Zivilschutzverband: Die schweren Vorfälle im havarierten japanischen AKW Fukushima würden sich wegen der großen Entfernung nicht auf Kärnten auswirken.

Messung der Strahlenbelastung in Fukushima (Japan)

Foto © APA/EPAMessung der Strahlenbelastung in Fukushima (Japan)

Auswirkungen auf Kärnten durch die aktuellen Ereignisse im durch das verheerende Erdbeben vom Freitag erschütterten japanischen AKW Fukushima seien keine zu erwarten. Das erklärte Montagvormittag die Kärntner Krankenanstaltenbetriebsgesesellschaft (Kabeg) in einer Stellungnahme. Das betroffene Gebiet liege mehr als 9000 Kilometer von Österreich entfernt. Weiters könne radioaktives Material nur durch Wind und Niederschläge weiter verfrachtet werden, auch wäre fraglich, ob Radioaktivität in so hohe Luftschichten gelange, dass sie bis Österreich transportiert werde. Gesundheitliche Schäden seien daher in Öseterreich nicht zu erwarten.

Frühwarnsystem

Es existiere ein flächendeckendes Frühwarnsystem, welches die Daten aus über 100 Messstellen in ganz Österreich messe und bei Überschreitung der zulässigen Grenzwerte die Behörden benachrichtige. Die Daten seien etwa im Teletext des ORF abrufbar. Kaliumjodtabletten dürften im Katastrophenfall nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch die Gesundheitsbehörden eingenommen bzw. verabreicht werden. Zudem verwies die Kabeg darauf, dass für Reisende aus der betroffenen Region die Möglichkeit einer Inkorporationsmessung zum Nachweis von J-131 und Cs-137 nach Vereinbarung bestehe: Klinikum Klagenfurt, Abteilung für Nuklearmedizin (Tel: 0463 / 538 29103).

Der Kärnter Zivilschutzverband erklärte angesichts der Erdbebenkatastrophe in Japan, sein aktuelles Online-Service verstärkt auf das Thema "Strahlenschutz" auszurichten. Interessierte oder ratsuchende MitbürgerInnen würden auf der Sicherheits-Homepage des Kärntner Zivilschutzverbandes die wichtigsten Informationen zu diesem Thema finden. Angeboten würden aktuelle Tipps, Broschüren-Downloads und ein Informationsvideo mit einem Überblick über die persönlichen Schutzmaßnahmen.


Fakten

Unter einer Inkorporationsmessung versteht man die Messung der Strahlenbelstung durch hochwertige Ganzkörperzähler.

Audio

Antenne Anton Podbevsek (Kärntner Zivilschutzverband): "Bisher keine Anfragen"

Audio

Antenne Podbevsek: "Keine Panikmache"

Audio

Antenne Podbevsek: "Vorausschauende Information"

Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

Fotoserien

Fukushima: Mutationen bei Schmetterlingen 

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KLEINE.tv

Fukushima: Rückkehr zur Atomenergie

Schweigeminute im Energieversorgungsunternehmen TEPCO. Mitarbeiter der F...Noch nicht bewertet

 


Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

Atomkraftwerke rund um Österreich

200 Kilometer rund um Österreich stehen 31 Atomreaktoren. Auch in erdbebengefährdeten Gebieten.



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