Radioaktivität: Keine Auswirkungen auf Kärnten zu erwarten
Um Beruhigung der Kärntner Bevölkerung bemüht sind sowohl die Kabeg als auch der Zivilschutzverband: Die schweren Vorfälle im havarierten japanischen AKW Fukushima würden sich wegen der großen Entfernung nicht auf Kärnten auswirken.

Foto © APA/EPAMessung der Strahlenbelastung in Fukushima (Japan)
Auswirkungen auf Kärnten durch die aktuellen Ereignisse im durch das verheerende Erdbeben vom Freitag erschütterten japanischen AKW Fukushima seien keine zu erwarten. Das erklärte Montagvormittag die Kärntner Krankenanstaltenbetriebsgesesellschaft (Kabeg) in einer Stellungnahme. Das betroffene Gebiet liege mehr als 9000 Kilometer von Österreich entfernt. Weiters könne radioaktives Material nur durch Wind und Niederschläge weiter verfrachtet werden, auch wäre fraglich, ob Radioaktivität in so hohe Luftschichten gelange, dass sie bis Österreich transportiert werde. Gesundheitliche Schäden seien daher in Öseterreich nicht zu erwarten.
Frühwarnsystem
Es existiere ein flächendeckendes Frühwarnsystem, welches die Daten aus über 100 Messstellen in ganz Österreich messe und bei Überschreitung der zulässigen Grenzwerte die Behörden benachrichtige. Die Daten seien etwa im Teletext des ORF abrufbar. Kaliumjodtabletten dürften im Katastrophenfall nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch die Gesundheitsbehörden eingenommen bzw. verabreicht werden. Zudem verwies die Kabeg darauf, dass für Reisende aus der betroffenen Region die Möglichkeit einer Inkorporationsmessung zum Nachweis von J-131 und Cs-137 nach Vereinbarung bestehe: Klinikum Klagenfurt, Abteilung für Nuklearmedizin (Tel: 0463 / 538 29103).
Der Kärnter Zivilschutzverband erklärte angesichts der Erdbebenkatastrophe in Japan, sein aktuelles Online-Service verstärkt auf das Thema "Strahlenschutz" auszurichten. Interessierte oder ratsuchende MitbürgerInnen würden auf der Sicherheits-Homepage des Kärntner Zivilschutzverbandes die wichtigsten Informationen zu diesem Thema finden. Angeboten würden aktuelle Tipps, Broschüren-Downloads und ein Informationsvideo mit einem Überblick über die persönlichen Schutzmaßnahmen.
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Fakten
Unter einer Inkorporationsmessung versteht man die Messung der Strahlenbelstung durch hochwertige Ganzkörperzähler.











