Grüne und FPÖ fordern Ausstieg aus Nuklearenergie
Österreichs Grüne haben sich am Montag als Konsequenz aus der Katastrophe in Japan für einen weltweiten Ausstieg aus der Atomenergie ausgesprochen.

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Ein erster Schritt müsse die sofortige Stilllegung europäischer Risikoreaktoren sein, so Bundessprecherin Eva Glawischnig in einer Pressekonferenz. FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache will sich gegen die Atom-Lobby zur Wehr setzen. Das BZÖ kritisierte Umweltminister Niki Berlakovich (V).
"Monster nicht beherrschbar
Laut Glawischnig wollen sich die Grünen europaweit akkordiert gegen die Atomkraft stark machen. Vor allem müssten nun Siedewasserreaktoren, solche ohne Schutzhüllen und auf Erdbebenlinien sowie besonders alte Anlagen stillgelegt werden. Bundesgeschäftsführer Stefan Wallner sprach von menschlichem Zerstörungswerk. "Was muss noch passieren, bis klar ist, dieses Monster ist nicht beherrschbar?", fragte er.
Für Strache ist durch die Ereignisse in Japan einmal mehr belegt, dass Nuklearkraftwerke ein völliger Irrweg seien. Leider hätten die verantwortlichen Politiker und Energiekonzerne 25 Jahre nach der Katastrophe von Tschernobyl offenbar noch immer nichts dazugelernt, kritisierte er in einer Aussendung. Europa müsse jetzt ernsthaft mit dem Ausstieg aus der Atomenergie beginnen.
BZÖ-Chef Josef Bucher fordert in seiner Funktion als Kärntner Bündnisobmann eine gemeinsame Initiative von Land und Bund für eine rasche Schließung des AKW Krsko in Slowenien. Umweltsprecher Robert Lugar kritisierte die Atomstromimporte nach Österreich. Minister Berlakovich tue sich durch Beschwichtigungen und Worthülsen hervor.











