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Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Japan zwei Jahre nach der Katastrophe Nächster Artikel Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff"
Zuletzt aktualisiert: 12.03.2011 um 22:44 UhrKommentare

"Nie dagewesene Katastrophe"

Nach dem verheerenden Beben und dem anschließenden Tsunami sind umfangreiche internationale Rettungsbemühungen angelaufen. Japans Regierungschef Naoto Kan sprach angesichts von Hunderten Toten von einer "nie dagewesenen nationalen Katastrophe".

Foto © Reuters

Ein vierköpfiges Team des Technischen Hilfswerks (THW) sei in der deutschen Botschaft in Tokio eingetroffen, sagte eine THW-Sprecherin am Samstag in Bonn. Zwei weitere Helfer seien an Ort und Stelle, um die Lage in dem Katastrophengebiet zu erkunden. Ein 40-köpfiges Bergungsteam des THW mit Ortungs- und Bergungsgerät und drei Spürhunden sollte am Abend (MEZ) in Japan eintreffen. Mit dem Team sei kurzfristig ein Strahlenschutzexperte nach Japan geschickt worden.

Auch andere europäische Länder sagten Japan Hilfe zu. Die USA schickten 150 Rettungshelfer, 75 Tonnen Bergungsausrüstung sowie eine Marine-Flotte in das Katastrophengebiet.

Großbritannien hat ein Team von Rettungskräften auf den Weg geschickt. Unter den mehr als 60 Spezialisten seien Such- und Rettungsexperten, Ärzte und Hunde-Staffeln, teilte das Ministerium für Internationale Entwicklung mit. Sie sollten am Samstagnachmittag von Manchester aus direkt in das Katastrophenzentrum im Norden reisen, um dort die japanischen Rettungskräfte zu entlasten. Das Team habe bis zu elf Tonnen an spezieller Rettungsausrüstung im Gepäck, unter anderem zum Heben schwerer Teile.

Die Schweiz schickt ein 25-köpfiges Such- und Abklärungsteam sowie neun Suchhunde ins Erdbebengebiet nach Japan. Das Team flog am Samstagnachmittag in Zürich mit einer Swiss-Maschine ab. Ihm gehören Hundeführer, Spezialisten für die technische Ortung, Koordinatoren sowie Experten für Umweltkatastrophen, Wasser, Medizin und Bau an. In Japan wird es in zwei Gruppen eingesetzt.

Auch das Ende Februar von einem Erdbeben der Stärke 6,3 erschütterte Neuseeland kündigte Hilfe an. Japan habe nach dem Beben in Christchurch Rettungsteams geschickt, nun werde sein Land "unseren Freunden in Japan" helfen, erklärte Premierminister John Key. Die Entsendung von Bergungsteams kündigten auch Australien, Südkorea und Singapur an. Das Chinesische Rote Kreuz sagte seiner Partnerorganisation in Japan laut staatlichen Medienberichten umgerechnet 109.000 Euro zu. Nach UN-Angaben standen 60 Helfer-Teams aus mehr als 45 Ländern für einen Einsatz in Japan auf Abruf bereit.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

Atomkraftwerke rund um Österreich

200 Kilometer rund um Österreich stehen 31 Atomreaktoren. Auch in erdbebengefährdeten Gebieten.



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