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Zuletzt aktualisiert: 12.03.2011 um 15:54 UhrKommentare

AKW Fukushima sollte im März vom Netz

Dem Forschungszentrum Nuclear Training Centre zufolge sollte der Problemreaktor Fukushima bereits im März vom Netz gehen. Wie bereits berichtet, gab es im Reaktor bereits seit Jahren wiederholt Komplikationen.

Foto © Reuters

Der Problemreaktor im Atomkraftwerk Fukushima stand nach Angaben aus einer internationalen AKW-Datenbank kurz vor der Stilllegung. Der Reaktor 1 des Meilers Fukushima Eins sollte nach etwa 40 Jahren in diesem Monat den Betrieb einstellen; eine Datenbank des Forschungszentrums Nuclear Training Centre (ICJT) in Slowenien nennt als "erwartetes Datum der Stilllegung" den März 2011.

Der Bau des Reaktorblocks begann nach Angaben der World Nuclear Association bereits am 31. Juli 1967, die Leitung der Arbeiten lag beim US-Konzern General Electric. Am 17. November 1970 ging der vom Stromversorger Tokyo Electric Power Company (TEPCO) betriebene Siedewasserreaktor mit einer Bruttokapazität von 460 Megawatt ans Netz.

Hauptkühlung ausgefallen

In Block 1 fiel nach dem Erdbeben vom Freitag die Hauptkühlung aus, daraufhin wurde ein Notkühlsystem in Gang gesetzt. Experten warnten vor einer möglichen Kernschmelze in diesem Reaktor. Der japanische Regierungssprecher Yukio Edano sagte am Samstag nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo, im Atomkraftwerk Fukushima Eins sei es zu einer Explosion gekommen, aber nicht im Reaktorblock 1.

Der Reaktor 1 ist der älteste der derzeit sechs Reaktorblöcke des Atomkraftwerks Fukushima Eins. Die Blöcke 2 bis 6 wurden von 1974 bis 1979 gebaut; zwei weitere Blöcke sind geplant. Elf Kilometer südlich des Atomkraftwerks Fukushima Eins befindet sich Fukushima Zwei mit vier Reaktoren, die von 1982 bis 1987 gebaut wurden.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

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