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Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Japan zwei Jahre nach der Katastrophe Nächster Artikel Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff"
Zuletzt aktualisiert: 12.03.2011 um 13:33 UhrKommentare

Laut Außenministerium rund 100 Österreicher im Katastrophengeibet

Rund 100 Österreicher befinden sich derzeit im Katastrophengebiet. Das Außenministerium kündigte unterdessen die Entsendung von vier Experten an. Darüber hinaus wurde eine partielle Reisewarnung über den Nordosten Japans ausgesprochen.

Foto © AP

Laut Informationen des Außenministeriums befinden sich rund 100 Österreicher in den Katastrophengebieten in Japan. Zu 75 davon stehe man im Kontakt, die restlichen 25 möglicherweise betroffenen Personen versuche man zu kontaktieren, sagte Außenminister Michael Spindelegger im Ö1-"Mittagsjournal". Er kündigte die Entsendung von vier österreichischen Experten für Such- und Rettungsarbeiten an.

Die Regierung sei bereit, noch mehr Hilfskräfte zu entsenden, so Spindelegger. Weitere Maßnahmen bedürften aber eine europäische Koordinierung, im Einklang mit japanischen Stellen.

"Die Bilder aus Japan sind erschütternd und das Ausmaß der menschlichen Katastrophe noch kaum abschätzbar", sagte Spindelegger. Zuvor war der Krisenstab der österreichischen Regierung zusammengetreten, um die österreichische Reaktion auf die Katastrophe zu koordinieren.

Partielle Reisewarnung

Das Außenministerium hat mittlerweile eine partielle Reisewarnung für den Nordosten Japans ausgesprochen. Den sich bereits dort aufhaltenden Österreichern werde empfohlen, die betroffene Region zu verlassen. Vor allen nicht unbedingt notwendigen Reisen nach Japan wird dringend abgeraten. Für Österreicher, die sich dort aufhalten, gilt laut Spindelegger auch, "den Anweisungen der lokalen Behörden unbedingt Folge zu leisten".


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

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