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Zuletzt aktualisiert: 12.03.2011 um 12:20 UhrKommentare

Tote Küstenstadt: 400 Leichen

Bis zu 400 Leichen hat das japanische Militär in einer Küstenstadt entdeckt. Die Menschen sind vermutlich bei der großen Flutwelle am Freitag umgekommen.

Foto © AP

Nach dem schweren Erdbeben und dem dadurch ausgelösten Tsunami in Japan sind in einer Küstenstadt 300 bis 400 weitere Todesopfer gefunden worden. Die Armee habe die Leichen in Rikuzentakata in der Präfektur Iwate gefunden, berichtete der öffentlich-rechtliche Sender NHK am Samstag.

Die Stadt hatte am Freitag eine große Flutwelle erreicht, die durch das Beben der Stärke 8,8 bis 8,9 ausgelöst worden war. Vor dem Fund der Leichen in Rikuzentakata hatte die Polizei mitgeteilt, dass es fast 1.400 Todesopfer und Vermisste gebe.


Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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