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Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Japan zwei Jahre nach der Katastrophe Nächster Artikel Japan zwei Jahre nach "3/11" US-Küstenwache feuerte auf Tsunami-"Geisterschiff"
Zuletzt aktualisiert: 11.03.2011 um 21:43 UhrKommentare

"Zuerst dachte ich, ich bilde mir das nur ein"

Wie Österreicher das Beben in Japan erlebten.

Stefan Trummer-Fukada

Foto © BirnbaumStefan Trummer-Fukada

Im fünften Stock seines Hotels in Tokio, wo er gerade auf Trainingslager ist, erlebte der Salzburger Judoka Ludwig Paischer das Beben mit. "Zuerst dachte ich, ich bilde mir das ein, als das Wasser in der Mineralwasserflasche zu schaukeln angefangen hat", erzählt der Olympia-Zweite von Peking 2008 im Telefonat mit der APA. "Doch dann hat der Fernseher gewackelt und es ist Vollgas losgegangen." Das Hotel sei evakuiert worden, Paischer fand sich in den Straßen Tokios inmitten einer Menschenmenge wieder.

Seit 1999 in Kobe

Stefan Trummer-Fukada (42) stammt aus Bruck an der Mur und lebt seit 1999 in Kobe. "Es hat zwar hier auch gewackelt, aber nicht schlimmer als sonst auch", schildert er der Kleinen Zeitung. Panik habe keine geherrscht. "Direkte Beben kennt man sofort. Das kracht und rüttelt von unten rauf. Dann sucht man schon das Weite, aber das heute war eindeutig seitlich. Vor dem Beben wurde er über TV gewarnt, "zwischen der Meldung und dem Beben war höchstens eine Minute".

Man sei hier an Erdbeben gewöhnt und wisse auch, was zu tun ist, erzählt der Steirer. "Deswegen scheint selbst in Tokyo keine große Panik zu sein. "Jetzt kommen aber laufend Horrormeldungen. 200 bis 300 angespülte Leichen, eine ganze Stadt in Flammen . . . Es wird noch länger dauern, bis da jemand einen Durchblick hat."

JOHANNA BIRNBAUM

Foto

Foto © APA

Judoka Ludwig Paischer Foto © APA

Die Katastrophe

Ein verheerendes Erdbeben und eine gewaltige Flutwelle führten am 11. März 2011 in Japan zum Atomunfall von Fukushima.

Das Erdbeben mit der Stärke 9,0 ist das bisher schwerste in der Geschichte Japans. Es löst auch einen Tsunami aus. Mehr als 260 Küstenstädte wurden zum großen Teil zerstört.

Die Naturkatastrophe fordert rund 15.800 Tote und mehr als 3.700 Vermisste.

Die Katastrophenregion um Fukushima ist auf Jahrzehnte oder noch länger unbewohnbar. Mehr als 100.000 Menschen müssen ihre Heimat verlassen, Tausende leben noch immer in Notunterkünften.

Über 10.000 Tonnen radioaktiv verseuchtes Wasser fließen in den Ozean. Es gerät 168 mal so viel Cäsium 137 in die Umwelt wie bei der Explosion der Hiroshima-Bombe.

 

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Fukushima: Rückkehr zur Atomenergie

Schweigeminute im Energieversorgungsunternehmen TEPCO. Mitarbeiter der F...Noch nicht bewertet

 


Die Erde bebt, die Kamera läuft

Viele Menschen haben das Geschehen in Japan in ergreifenden Videos festgehalten - ihre Aufnahmen dokumentieren das Ausmaß der Katastrophe. Außerdem: Video-Interviews mit Experten.

Atomkraftwerke rund um Österreich

200 Kilometer rund um Österreich stehen 31 Atomreaktoren. Auch in erdbebengefährdeten Gebieten.



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