Mehr als 1.000 Tote nach schwerstem Erdbeben in Geschichte Japans
Beim schwersten Erdbeben in Japans Geschichte und einem verheerenden Tsunami sind wahrscheinlich mehr als 1.000 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben der Stärke 8,8 bis 8,9 löste eine bis zu zehn Meter hohe Flutwelle aus. Japan musste den atomaren Notstand ausrufen.
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Fakten
Ein massives Erdbeben der Stärke 8,8 hat in Japan schwere Schäden angerichtet und eine Flutwelle ausgelöst. Der Tsunami schwemmte Häuser und Land weg. Nach Zwischenfällen in Nuklearkraftwerken wurde der atomare Notstand ausgerufen. Verfolgen Sie die Ereignisse im Live-Ticker.
22:54 Uhr: Große Fabriken in Japan stehen still
Nach dem schweren Erdbeben in Japan fiel in den betroffenen Gebieten der Strom aus, Fabriken wurden geschlossen, Flughäfen stellten - zumindest vorübergehend - den Betrieb ein, Atomkraftwerke schalteten sich automatisch ab. Die Bänder in den Fabriken der größten Konzerne im Lande standen am Freitagnachmittag still.
22:21 Uhr: Tsunami-Schäden in Kalifornien
Tsunami-Wellen haben am Freitag auch an der kalifornischen Küste Schäden angerichtet. Der nordkalifornische Ort Crescent City wurde von über zwei Meter hohen Wellen getroffen. "Über 30 Boote im Hafen wurden beschädigt, Anlegestellen sind zu Bruch gegangen", sagte Joe Young von der lokalen Katastrophenbehörde. Mehr als 4.000 Einwohner seien in der Nacht in Sicherheit gebracht worden.
21:47 Uhr: Mini-Tsunami erreichte Neuseelands Küste
Die Tsunami-Welle im Pazifik hat am Samstag in der Früh (Ortszeit) die Nordküste von Neuseeland erreicht. Dort wurde ein um 15 bis 20 Zentimeter höherer Wasserstand gemessen. Der Zivilschutz teilte mit, das Wasser könne an einigen Orten um bis zu einen Meter steigen. Die Menschen sollten sich von den Stränden fernhalten.
21:14 Uhr: Acht Millionen Haushalte ohne Strom
Die erste Nacht nach dem schwersten Erdbeben in der Geschichte Japans verbringen Millionen Menschen in völliger Dunkelheit. Mehr als acht Millionen Haushalte hatten weder Strom noch Telefon, in Hunderttausenden weiteren fielen auch Gas und Wasser aus, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag.
20:58 Uhr: Evakuierungen in Chile und Ecuador wegen Tsunami
Angesichts der Tsunami-Gefahr an der Westküste Südamerikas nach dem schweren Erdbeben in Japan haben am Freitag in Chile und Ecuador vorsorglich tausende Menschen ihre Wohnorte am Pazifik verlassen. Kleinere Schiffe durften nicht mehr auslaufen, größere wurden aufgefordert, sich Richtung hoher See von der Küste zu entfernen.
20:14 Uhr: Wieder starkes Erdbeben in Japan
Der Fernsehsender NHK hat gemeldet, dass die Erde in Japan neuerlich gebebt hat. Das Beben in der Provinz Nagano war stark, aber mit einer Stärke von 6,6 wesentlich schwächer als das Beben von Freitag früh. Die Region liegt weit von der Gegend entfernt, die in den Morgenstunden von einem Erdbeben der Stärke 8,8 heimgesucht worden war.
19:43 Uhr: 20 Österreicher wohlauf
Etwa 40 Österreicher halten sich derzeit in der Erdbebenregion auf. Von 20 Personen weiß man im Außenministerium, dass es ihnen gut geht. Zu weiteren 20 hat man derzeit keinen Kontakt. Insgesamt leben in Japan 470 Auslandsösterreicher.
19:20 Uhr: USA schicken Flugzeugträger nach Japan
Die USA schicken unter anderem einen Flugzeugträger nach Japan, um die Hilfsmaßnahmen nach dem verheerenden Erdbeben und Tsunami zu unterstützen. Das teilte Präsident Barack Obama am Freitag bei einer Pressekonferenz mit.
18:56 Uhr: Druckanstieg in Reaktor mit schlechter Kühlung
Im japanischen Atomkraftwerk Fukushima steigt die Radioaktivität in einem Turbinengebäude des Reaktors Nummer 1. Das meldete die Nachrichtenagentur Kyodo unter Berufung auf die Betreibergesellschaft Tokyo Electric Power Co (TEPCO) in der Nacht auf Samstag (Ortszeit). Nach Angaben des Fernsehsenders NHK ist zudem auch der Druck in einem der Reaktoren gestiegen. Es werde derzeit überlegt, zur Senkung "ein wenig" Luft rauszulassen. Bei diesem Vorgang könne auch Strahlung nach außen gelangen, zitierte Reuters die Wirtschaftszeitung "Nikkei".
17:54 Uhr: Tsunami-Wellen treffen auf US-Westküste
Der vom mächtigen Erdbeben vor Japan ausgelöste Tsunami hat die US-Westküste getroffen. Die ersten Wellen trafen an den Stränden des Bundesstaates Oregon ein, berichtete der Radiosender KCBS. Einwohner in besonders gefährdeten Küstenabschnitten wurden aufgerufen, in höher gelegenen Regionen Schutz zu suchen. Die Behörden warnten, die möglichen Gefahren nicht zu unterschätzen. Einige Küstenstraßen und Häfen wurden vorsichtshalber gesperrt.
17:28 Uhr: US-Air Force brachte Kühlmittel für Atomkraftwerk
Die US-Air Force hat Kühlmittel zu dem vom Erdbeben in Mitleidenschaft gezogenen Atomreaktor Fukushima in Japan gebracht. Man werde das von der massiven Katastrophe betroffene Land weiter unterstützen, kündigte US-Außenministerin Hillary Clinton am Freitag an.
17:06 Uhr: Bis zu zwei Meter hohe Wellen in Hawai
Der von einem schweren Erdbeben am Freitag vor der Küste Japans ausgelöste Tsunami hat die Küste von Hawaii erreicht. An der Küste Mauis erreichten die Wellen eine Höhe von zwei Metern. Experten warnten, dass die Wellen noch höher werden könnten. Allerdings rechne man nicht damit, dass sie auf Hawaii größere Schäden anrichten.
16:57 Uhr: Hunderte Häuser weggerissen
Der Fernsehsender NHK hat die Zahl der Opfer nach oben revidiert. Derzeit ist von 300 Opfern die Rede. Hunderte werden laut Fernsehberichten vermisst. Bei einem Dammbruch im Bezirk Fukushima wurden laut Berichten der Nachrichtenagentur Kyodo hunderte Häuser von den Fluten weggespült.
16:30 Uhr: Experte - Weiteres Beben in Tokioter Gegend möglich
1923 hat ein Beben der Stärke 7,9 auf der Richterskala in Tokio etwa 140.000 Menschen getötet. Die Experten erwarten, dass sich ein solches Beben in der Tokio umgebenden Region Kanto wieder ereignen wird, wobei dessen Auswirkungen angesichts des enormen Bevölkerungswachstums in dem Gebiet "gigantisch wären", wie der Seismologe Götz Bokelmann von der Universität Wien am Freitag im Gespräch mit der APA erklärte. "Die Frage ist, ob uns ein solches Beben noch bevorsteht oder sich die Spannungen zwischen den Platten in der Kanto-Gegend nach den heutigen Erschütterungen entlastet haben", so Bokelmann.
16:00 Uhr: Bundeskanzler Faymann bot Unterstützung an
Werner Faymann drückte am Freitagnachmittag gegenüber Premierminister Naoto Kan seine große Betroffenheit angesichts des schweren Erdbebens in Japan und seinen verheerenden Folgen aus. Der Bundeskanzler teilte dem japanischen Regierungschef in einem via der österreichischen Botschaft in Tokio übermittelten Schreiben sein tief empfundenes Mitgefühl mit, welches ganz besonders den Menschen in Japan gelte.
"Ich wünsche Ihnen in dieser für Sie und alle Betroffenen sehr schweren Zeit viel Kraft und möchte Ihnen jede mir mögliche Unterstützung und Hilfe anbieten. Meine Gedanken und meine Anteilnahme sind bei den Opfern und Ihren Familien", so Faymann.
15:50 Uhr: AKW Fukushima nur noch Batterie gekühlt
Nach dem Erdbeben in Japan läuft das Notkühlsystem des Atomkraftwerks Fukushima nach japanischen Informationen nur noch im Batteriebetrieb. Die Akkus lieferten nur noch Energie für wenige Stunden, erklärte die Gesellschaft für Anlagen- und Reaktorsicherheit (GRS) in Köln unter Verweis auf japanische Angaben. "Im allerschlimmsten Fall droht dann eine Kernschmelze", sagte GRS-Sprecher Sven Dokter. Was genau passieren könne, sei aber aufgrund der unklaren Lage noch nicht zu beurteilen. Die japanische Regierung ließ vorsichtshalber tausende Menschen aus der Region evakuieren.
15:41 Uhr: Heftige Explosion in Erdölfabrik
In einer Erdölfabrik im Nordosten des Landes kam es zu einer heftigen Explosion. Der Vorfall habe sich am Freitag in einer großen Anlage in Shiogama, einem Vorort der Hafenstadt Sendai, ereignet, berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Polizei. Im Fernsehen war zu sehen, wie riesige Flammen über der Fabrik hochschlugen.
15:23 Uhr: Flughafen in Tokio wieder offen
Der Flughafen Narita in der japanischen Hauptstadt Tokio ist nach dem verheerenden Erdbeben nach Angaben der AUA-Mutter Lufthansa wieder geöffnet. Nach Angaben der japanischen Agentur Kyodo saßen dort wegen der stundenlange Sperre zwischenzeitlich rund 13.000 Menschen fest.
15:10 Uhr: Heftige Explosion in Erdölfabrik
Nach dem schweren Beben vor der Küste Japans hat sich in einer Erdölfabrik im Nordosten des Landes eine heftige Explosion ereignet. Der Vorfall habe sich am Freitag in einer großen Anlage in Shiogama, einem Vorort der Hafenstadt Sendai, ereignet, berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Polizei.
Im Fernsehen war zu sehen, wie riesige Flammen über der Fabrik hochschlugen. Das Beben hatte zudem einen Großbrand in einer Raffinerie in der Stadt Iichihara im Großraum Tokio ausgelöst. Der Industriekomplex stand in Flammen, wie im japanischen Fernsehen zu sehen war. Die Anlage wird von dem japanischen Erdölkonzern Cosmo Oil betrieben.
15:10 Uhr: Mitarbeiter des AVL-List-Büros in Tokio sicher
Vom Grazer Motorenentwickler AVL-List, der in Tokio ein Service- und Vertriebsbüro mit 125 Beschäftigte unterhält, wurden keine Schäden berichtet. Wie ein Unternehmenssprecher unter Berufung auf Informationen seitens des Niederlassungsleiters sagte, hätten zwar Mitarbeiter im Außendienst das Erdbeben mitbekommen und Schutz suchen müssen, verletzt sei aber niemand worden. Bei den Kunden dürfte es hingegen sehr wohl zu Schäden gekommen sein, etwa durch den Einsturz von Lagerhallen.
14:40 Uhr: Mindestens 200 Tote allein in Stadt Sendai
Die Zahl der Todesopfer nach dem Erdbeben in Japan ist am Freitag rasant gestiegen: Allein in den Küstengebieten der japanischen Hafenstadt Sendai wurden nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Kyodo 200 bis 300 Leichen gezählt.
14:05 Uhr: Feuer in Atomkraftwerk Onagawa gelöscht
Das Feuer im japanischen Atomkraftwerk Onagawa in der Provinz Miyagi ist nach Informationen der Internationalen Atomenergiebehörde IAEA gelöscht. Dies habe die japanische Atomsicherheitsbehörde NISA der IAEA mitgeteilt, gab die UN-Behörde in Wien am Freitag bekannt. Nach Angaben der japanischen Behörden ist nach dem Erdbeben keine ausgetretene Radioaktivität gemessen worden, so die IAEA. Mehrere Atomreaktoren seien heruntergefahren worden.
Die Evakuierungszone um das Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wird von zwei auf drei Kilometer ausgedehnt, wie die Agentur Jiji meldet. Bisher sei keine Radioaktivität ausgetreten. Im dem Kraftwerk ist ein Kühlkreislauf ausgefallen.
13:55 Uhr: Zahl der Toten stieg auf mindestens 60
13:50 Uhr: Obama spricht Japanern Beileid aus
US-Präsident Barack Obama hat dem japanischen Volk nach der Erdbebenkatastrophe sein Beileid ausgesprochen und Hilfe angeboten. Wie es weiter hieß, informierte der Staatschef im Weißen Haus, Bill Daley, den Präsidenten um 4.00 Uhr über das Unglück. Die US-Botschaft in Tokio wurde nach US-Fernsehberichten evakuiert. "Michelle und ich sprechen dem Volk von Japan unser zutiefst empfundenes Beileid aus, vor allem jenen, die ihre Lieben bei dem Beben und den Tsunamis verloren haben", hieß es in einer schriftlichen Erklärung Obamas. Die USA stünden bereit, der japanischen Bevölkerung "in dieser Zeit schwerer Prüfung" zu helfen.
13:45 Uhr: Eisenbahnzug nach Tsunami vermisst
Nach dem Tsunami wurde in der Küstenregion Miyagi ein Zug vermisst, berichtete die Agentur Kyodo. Mehr als 700 Flüge von Japan aus wurden nach Angaben des Transportministeriums gestrichen. 13.000 Passagiere waren am Tokioter Flughafen Narita gestrandet, 10.000 am Airport Haneda.
13:30 Uhr: EU-Gipfel zu jeglicher Hilfe bereit
Die Europäische Union hat Japan nach dem verheerenden Erdbeben Unterstützung versichert. "Die EU steht bereit zu helfen, in jeder Art und Weise wie wir können, wenn dazu Bedarf besteht", erklärte Ratspräsident Herman Van Rompuy am Freitag zum Auftakt eines Sondergipfels zu Libyen in Brüssel.
Van Rompuy zeigte sich "zutiefst besorgt" von den Nachrichten aus Japan. Der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte zeigte sich "geschockt" von den Bildern des Erbebens. Auch er versicherte, sein Land werde gemeinsam mit der EU "alles tun, was möglich ist, um den Opfern zu helfen".
13:25: Greenpeace befürchtet Kernschmelze
Die Umweltorganisation Greenpeace befürchtet nach dem Ausfall des Kühlsystems im Atomkraftwerk Fukushima eine Kernschmelze in Japan. Dies sei laut derzeitiger Einschätzung die nächste drohende Katastrophe, warnte Greenpeace in einer Aussendung. "Die Situation der Reaktoren 1 und 2 des Atomkraftwerks Fukushima dürfte völlig außer Kontrolle geraten sein, das Kühlsystem funktioniert seit mehr als drei Stunden nicht mehr."
Nach dem schweren Beben vor der Küste Japans sind rund 2.000 Anrainer einer Atomanlage aufgefordert worden, das Gebiet zu verlassen. Wie die örtlichen Behörden am Freitag mitteilten, sollte das Gebiet um eine Atomanlage in der nordöstlichen Präfektur Fukushima im Umkreis von zwei Kilometern evakuiert werden. Wegen des Bebens hatten sich nach Angaben der Regierung in Tokio elf japanische Atomkraftwerke automatisch abgeschaltet.
13:15 Uhr: Schiff mit rund 100 Personen an Bord fortgespült
Durch den verheerenden Tsunami ist in Japan ein Schiff mit rund 100 Personen an Bord fortgespült worden. Das berichtete laut der Agentur Kyodo die Polizei in der schwer betroffenen Provinz Miyagi. Über das Schicksal der Menschen war zunächst nichts bekannt.
13:10 Uhr: Taiwan gab Entwarnung
Nach dem schweren Erdbeben in Japan ist der befürchtete Tsunami in Taiwan ausgeblieben. Die Wellen seien klein geblieben und hätten keine Schäden angerichtet, berichtete die taiwanesische Nachrichtenagentur CNA. Der Tsunami-Alarm wurde wieder aufgehoben.
12:50 Uhr: Schockwellen in Finanz- und Rohstoffmärkten
Die Erdbeben-Katastrophe in Japan hat am Freitag Schockwellen durch die internationalen Finanz- und Rohstoffmärkte gesendet. "Der steigende Ölpreis wegen der Krise in Nordafrika und die Euro-Schuldenkrise sorgen ja ohnehin schon für schlechte Stimmung," sagte Aktienstratege Andreas Hürkamp von der Commerzbank. "Und nun belastet das Beben in Japan zusätzlich." Angeführt von einem Kursrutsch bei den Rückversicherern fiel der EuroStoxx50 um 1,2 Prozent, der Dax gab bis zu 1,4 Prozent auf 6.963 Punkte nach und an der Wiener Börse sank der ATX um 0,73 Prozent auf mittags 2.786,43 Punkten. Der Nikkei-Index hatte in Tokio mit einem Abschlag von 1,7 Prozent auf einem Fünf-Monats-Tief geschlossen.
12:40 Uhr: Regierung will beruhigen
Der japanische Regierungschef Naoto Kan hat nach dem verheerenden Erdbeben Atomalarm ausgerufen. Es seien jedoch keine radioaktiven Lecks in oder in der Nähe von Atomkraftwerken festgestellt worden. Der Regierungschef habe den atomaren Notfall deswegen ausgerufen, damit die Behörden leicht Notfallmaßnahmen ergreifen können, sagte Regierungssprecher Yukio Edano. Anwohner von Atomkraftwerken müssten aber keine besonderen Maßnahmen ergreifen.
11:55 Uhr: Atomreaktor kann nicht gekühlt werden
In einem Atomkraftwerk im Nordosten Japan ist das Kühlsystem ausgefallen. Der Notstromgenerator des Kraftwerkes ist ausgefallen. Der Generator pumpt Wasser ins Kühlsystem. Bisher ist laut einem Regierungssprecher keine Strahlung ausgetreten.
11:45 Uhr: Opferzahl stieg auf 32
Die Zahl der Todesopfer bei dem verheerenden Erdbeben in Japan ist nach Angaben der Polizei und lokaler Behörden auf mindestens 32 gestiegen. Zahlreiche Menschen in weiten Gebieten im Osten des Landes seien verletzt.
11:40 Uhr: Atomarer Notstand ausgerufen
Die japanische Regierung hat Medienberichten zufolge beschlossen, den atomaren Notstand auszurufen. Dieser tritt dann ein, wenn der Austritt von Radioaktivität sich bestätigt oder ein Kühlsystem eines AKW ausfällt.
Das gewaltige Erdbeben in Japan hat am Freitag einen Brand in einem Atomkraftwerk ausgelöst. In einem Turbinengebäude des Kraftwerks Onagawa in der Präfektur Miyagi brach ein Feuer aus, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Es gebe laut Betreiber keine Anzeichen dafür, dass radioaktive Strahlung austrete.
Zuvor hatte Ministerpräsident Naoto Kan erklärt, dass es keine Probleme bei den Atomkraftwerken in Japan gebe. Fünf Reaktoren in der am schwersten betroffenen Region im Nordosten der Hauptinsel Honshu wurden automatisch heruntergefahren.
10:57 Uhr: Österreicher werden kontkatiert
Das Außenministerium weiß von rund 300 Österreichern die derzeit in Japan sind und versucht zur zeit diese zu erreichen.
10:55 Uhr: UNO bereitet Entsendung von Einsatzteams vor
Die Vereinten Nationen bereiteten sich auf die Entsendung von 30 Einsatzteams zur Katastrophenhilfe für Japan vor. "Unsere Experten stehen in engem Kontakt mit den zuständigen Behörden in Japan", sagte die Sprecherin des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Einsätze (OCHA), Elisabeth Byrs, in Genf. Die Lage sei ernst.
10:52 Uhr: Agentur Kyodo: Brand im AKW Onagawa
Am Atomkraftwerk Onagawa im Nordosten Japans ist nach dem schweren Erdbeben am Freitag ein Feuer ausgebrochen. Das meldete die Agentur Kyodo. Das AKW gehört dem Unternehmen Tohoku Electric Power. Zuvor hatte Kyodo berichtet, der Betreiber habe keine Informationen über irgendwelche Probleme mit seinem Atomkraftwerk.
Widersprüchliche Meldungen gab es über das AKW Daiichi des Energieunternehmens Tokyo Electric Power. Die Agentur Jiji meldete, dort seien die Kühlsysteme ausgefallen, Radioaktivität sei aber nicht ausgetreten. Später meldete Jiji unter Berufung auf die Regionalbehörden in Fukushima, die Kühlsysteme seien intakt.
10:50 Uhr: Finanzminister trotz Verschuldung handlungsbereit
Der japanische Finanzminister Yoshihiko Noda hat trotz der hohen Verschuldung des Landes angesichts des schweren Erdbebens seine grundsätzlich Handlungsbereitschaft signalisiert. Er werde den Handel mit japanischen Staatsanleihen genau beobachten, sagte Noda am Freitag. Die hohen Schulden dürfte die Regierung nicht von notwendigen Maßnahmen abhalten, um die Folgen des Erdbebens aufzufangen.
10:47 Uhr: Augenzeugin berichtet von Nachbeben
Das Erdbeben in Japan war in der Hauptstadt Tokio minutenlang zu spüren. "Erst dachte ich, das wäre ein normales Beben, wie es oft vorkommt, aber dann hörte es gar nicht mehr auf und wurde immer schlimmer", berichtete eine Augenzeugin, die im Tokioter Goethe-Institut arbeitet, der APA. Eine japanische Kollegin habe sie sofort angewiesen, einen Helm aufzusetzen und sich unter den Schreibtisch zu setzen, wo sie minutenlang verharrte.
"Die Japaner sind zum Glück auf so etwas vorbereitet." Als diese aber gesagt hätten, das sei das schlimmste Beben, dass sie je erlebt hätten, sei sie "ziemlich beunruhigt" gewesen, sagte die Augenzeugin etwa drei Stunden nach den Beben. Während des Telefonats gab es mehrere Nachbeben: "Jetzt wackelt es gerade wieder." Nach den schlimmsten Erdstößen, die etwa fünf Minuten gedauert hätten, habe das Bürogebäude noch einige Minuten geschwankt, "wie auf einem Schiff."
10:45 Uhr: Nun doch Tsunamiwarnung für US-Westküste
Die Behörden an der Westküste der USA warnten die Bewohner vor einer Flutwelle, die in etwa sechs Stunden eintreffen könnte. In Neah Bay im US-Bundesstaat Washington wird die Welle um 7.18 Uhr Ortszeit (16.18 Uhr MEZ) erwartet. Allerdings sei die erste Welle nicht unbedingt die stärkste, erklärte das Tsunami-Warnzentrum für die Westküste und Alaska.
10:35 Uhr: Kühlsystem im AKW Tepco Fukushima Daiichi ausgefallen
10:33 Uhr: Medwedew versprach Hilfe
Kremlchef Dmitri Medwedew hat den Opfern der Naturkatastrophe in Japan Unterstützung versprochen. "Wir sind selbstverständlich bereit, unseren Nachbarn bei der Überwindung der Folgen dieses schweren Erdbebens zu helfen", sagte Medwedew am Freitag nach Angaben der Agentur Interfax. Er forderte Zivilschutzminister Sergej Schoigu auf, Hilfsmaßnahmen vorzubereiten.
10:30 Uhr: Tokio praktisch lahmgelegt
Die japanische Millionenmetropole Tokio war praktisch lahmgelegt. Der öffentliche Nahverkehr war zusammengebrochen. Die Menschen harrten meist auf den Straßen aus, weil keine Züge fuhren, hieß es in Fernsehberichten.
10:30 Uhr: Google startet Personen-Suche für Japan
Nach dem Erdbeben und der Tsunami-Katastrophe in Japan will Google Betroffenen einen Treffpunkt im Netz bieten. Der Internet-Konzern startete am Freitag eine Personen-Suche in Japanisch und Englisch. Die Nutzer können eintragen, ob sie nach jemandem suchen, oder Informationen über sich oder einen anderen Menschen eintragen möchten. Auf der Plattform sollen Suchanfragen und Wortmeldungen dann zusammenkommen.
10:25 Uhr: Tsunami auch im Nordosten Japans
Der Tsunami schwappte auch in die Stadt Natori in der nordostjapanischen Präfektur Tochigi. In Autos und Häusern seien Menschen weggeschwemmt worden, berichtete der japanische Fernsehsender NHK.
Die Behörden seien nicht in der Lage, den Menschen zur Hilfe zu kommen. Die Katastrophe sei so schlimm, dass selbst örtliche Rettungsdienste zusammengebrochen seien.
10:20 Uhr: Opferzahl steigt
Durch das schwere Beben vor der Küste Japans und den anschließenden Tsunami sind nach Medienberichten mindestens 19 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere der Opfer seien am Freitag durch den Einsturz von Häusern getötet worden, hieß es in den Berichten.
10:10 Uhr: Tsunami-Warnung für gesamte Pazifik-Region
Nach dem schweren Beben vor Japan ist am Freitag eine Tsunami-Warnung für fast die gesamte Pazifik-Region ausgegeben worden. Ausgenommen sind lediglich die Westküsten der USA und Kanadas, wie das Tsunami-Warnzentrum für den Pazifik mitteilte. Die Warnung gilt unter anderem für folgende Länder: Russland, Taiwan, die Philippinen, Indonesien, Papua Neuguinea, Australien, Neuseeland, Fidschi, Mexiko, Guatemala, El Salvador, Costa Rica, Nicaragua, Panama, Honduras, Chile, Ecuador, Kolumbien und Peru.
09:55 Uhr: Tsunami höher als einige Pazifik-Insel
Das Rote Kreuz hat davor gewarnt, dass die Tsunami-Welle höher ist als einige Pazifik-Inseln. Gegen 16:00 Uhr (MEZ) wird die Welle Hawaii erreichen. Die Ostküsten der Hawaii-Inseln werden evakuiert.
09:45: Börsenkurse brechen ein
Ein starkes Erdbeben in Japan hat die Anleger am Freitag vom deutschen Aktienmarkt ferngehalten. Der Dax fiel in den ersten Minuten um 1,3 Prozent auf 6.973 Zähler. "Der hohe Ölpreis, die ungelöste europäische Schuldenkrise und jetzt noch das Erdbeben in Japan - das alles zusammen belastet die Stimmung der Investoren ordentlich," sagte ein Händler.
Nach dem Beben weitete der Tokioter Aktienmarkt seine Verluste aus. Die Zentralbank erklärte, sie werde alles tun, um die finanzielle Stabilität sicherzustellen. Es war das heftigste Beben in Japan seit Beginn der Aufzeichnungen 1872. An Stärke übertraf es das Beben der Region Kanto im Jahr 1923, bei dem mehr als 140.000 Menschen im Tokioter Raum umkamen. Im Jahr 1995 erschütterte ein starkes Beben die Stadt Kobe und verursachte Schäden im Umfang von rund 100 Milliarden Dollar (72,4 Mrd. Euro).
09:40 Uhr: Außenministerium mit Botschaft in Kontakt
Das österreichische Außenministerium steht seit Bekanntwerden des Erdbebens in Japan mit der dort ansässigen Botschaft in Kontakt. Großteils seien Mobilfunkverbindungen zusammengebrochen und Flughäfen geschlossen. Die Mitarbeiter versuchen dennoch, alle Österreicher zu kontaktieren, von denen bekannt ist, dass sie sich in der Krisenregion aufhalten.
Eine zunächst gute Meldung: "Die einzige uns bekannte Österreicherin in Sendai ist auf Urlaub und wohlauf", berichtete der Sprecher des Außenministeriums, Peter Launsky-Tieffenthal.
09:35 Uhr: Dutzende Feuer
Nach Regierungsangaben sind im Nordosten Japans rund 50 Feuer ausgebrochen, wie die Nachrichtenagentur Kyodo berichtete. In einer brennenden Raffinerie in Chiba nördlich von Tokio habe es Explosionen gegeben.
09:25: Schlimmstes Beben in Japans Geschichte
Die Regierung in Tokio gehe von der Annahme aus, dass es möglicherweise das bisher schlimmste Erdbeben in der Geschichte Japans sei, sagte der Chefsekretär des Kabinetts, Yukio Edano, nach Angaben der Nachrichtenagentur Kyodo.
Das Erdbeben mit Tsunami in Japan erinnert an das stärkste Beben des Landes im Jahr 1923. Das sogenannte Kanto-Beben forderte damals 140.000 Tote, sagte Gerald Duma, vom Erdbebendienst der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Freitag zur APA. "Es ist zu befürchten, dass es viele Todesopfer gibt", sagte er.
09:20 Uhr: Tsunami-Gefahr in Russland
Nach dem schweren Erdbeben in Japan haben die Behörden im äußersten Osten Russlands mehr als 10.000 Menschen wegen eines drohenden Tsunamis in Sicherheit gebracht. Auf der Inselgruppe der Südkurilen sowie auf der Insel Sachalin seien mehrere Siedlungen in Ufernähe evakuiert worden. Das teilte der russische Katastrophenschutz am Freitag nach Angaben von Agenturen mit.
09:20 Uhr: Keine Probleme mit Atomreaktoren
Das Sicherheitsprotokol der japanischen Atomkraftwerke sieht vor, dass die Reaktoren bei jedem Beben abgeschaltet werden. Bisher gibt es daher keine Probleme mit den Kraftwerken.
9:10 Uhr: Tsunami-Warnung ausgedehnt
Nach dem schweren Beben in Japan sind die Tsunami-Warnungen deutlich ausgedehnt worden. Das US-Tsunamiewarnzentrum dehnte sie am Freitag auf praktisch alle Küstengebiete am Pazifik aus. Dies gelte auch für Australien und Südamerika. Auch Indonesien gab eine Tsunami-Warnung aus. Die Bewohner der östlichen Küstengebiete sollten wachsam sein. Für die Marianen-Inseln wurde eine Evakuierung angeordnet.
9:10 Uhr: Erste Berichte über Todesopfer
Nach dem schweren Erdbeben mit Tsunami in Japan am Freitag sind erste Berichte über Todesopfer eingetroffen. Nach Angaben des Radiosenders NHK sind bei der Katastrophe mit noch unvorhersehbarem Ausmaß mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen. Es gebe viele Verletzte, zahlreiche Häuser seien eingestürzt. Japans Ministerpräsident sprach von "enormen Schäden".In Tokio brennen mindestens 14 Häuser.
08:50 Uhr: Kabinett tritt zusammen
In Tokio kam das Kabinett unter Leitung von Ministerpräsident Naoto Kan zu einer Krisensitzung zusammen. Das Verteidigungsministerium ordnete den Start von acht Kampfflugzeugen an. Luftaufnahmen sollten einen ersten Überblick zu den Schäden ermöglichen.
In Radioberichten war von 20 Verletzten die Rede. Von möglichen Todesopfern war nichts bekannt. Der Leiter des Goethe-Instituts in Tokio, Raimund Wördemann, sagte der Nachrichtenagentur dpa etwa eine Stunde nach dem ersten Erdstoß während eines Nachbebens: "Wir müssen hier erst einmal die Ruhe bewahren." Es gebe im Gebäude keinen absoluten sicheren Raum. "Es gibt nur eben die Aussage, das Gebäude selbst sei besonders sicher, so dass wir hier mit Helm auf dem Kopf und teilweise unter den Tischen kauernd im Moment noch ausharren."
08:45 Uhr: Mehrere Kinder laut Bericht ins Meer gespült
08:45 Uhr: Erdrutsche begruben Menschen unter sich
08:40 Uhr: Öl-Raffinerie brennt
08:35 Uhr: Tsunami-Warnung für Hawaii
Auch für den US-Bundesstaat Hawaii wurde nach dem Mega-Beben in Japan Tsunami-Alarm ausgelöst. Das Epizentrum des Bebens lag 80 Kilometer vor der Ostküste Japans in zehn Kilometer Tiefe.
08:20 Uhr: Zehn-Meter-Flutwelle in Sendai
Besonders heftig traf der Tsunami die Küste bei der Millionenstadt Sendai. Die Flutwelle schwemmte der Agentur Kyodo zufolge Autos über die Startbahn des Flughafens. In der Stadt brachen zahlreiche Brände aus. Ein Hotel stürzte ein, Gäste wurden verschüttet. Vor der Küste von Sendai wurde das Epizentrum des Bebens vermutet. Sendai liegt rund 300 Kilometer nordöstlich von Tokio.
Nach dem Beben sind vier Millionen Menschen im Großraum Tokio von Stromausfall betroffen.
08:10 Uhr: Weiterer Alarm für Hokkaido
In Iwate sind Dutzende von Autos von den Wassermassen weggerissen worden, wie die Nachrichtenagentur Kyodo meldete. Für die Insel Hokkaido wurde ebenfalls Tsunami-Alarm ausgelöst.
08:00 Uhr: Flughafen evakuiert
Der Flughafen Narita wurde geschlossen und evakuiert. Auch die U-Bahn von Tokio und der Schnellzugverkehr wurden eingestellt. Die Behörden ordneten die Entsendung von Sicherheitskräften in die Präfektur Miyaga an.
07:30 Uhr: Starkes Nachbeben
Zuvor hat ein starkes Nachbeben die Region erschüttert, zeigten Fernsehbilder, wie in einer Hafenstadt Autos und Schiffe von einer ankommenden Welle erfasst wurden. Ein Vier-Meter-Tsunami traf dem Sender NHK zufolge auf die japanische Pazifikküste. In der Hauptstadt Tokio wurden nach Angaben der Nachrichtenagentur Jiji mindestens sechs Brände gemeldet. Kyodo meldet, dass der Tokioter Flughafen Narita geschlossen wurde.
07:15 Uhr: Brände in Tokio
In Tokio, im Stadtteil Odaiba in der Nähe des Hafens brach Medienberichten zufolge ein Feuer aus. Einige Atomkraftwerke schalteten sich der Nachrichtenagentur Kyodo zufolge automatisch ab. Der Betrieb des Hochgeschwindigkeitszugs Shinkansen im Norden des Landes wurde eingestellt.
06:50 Uhr: Schweres Erdbeben in Japan
Ein starkes Erdbeben hat Japan erschüttert. Für Japan, Russland und die pazifische Inselgruppe der Marianen wurde eine Tsunami-Warnung ausgegeben.














