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    Zuletzt aktualisiert: 20.01.2013 um 21:45 UhrKommentare

    "Entscheidung war Fehler"

    Alpinpolizisten und Bergretter versuchen, die Tragödie im Lesachtal zu erklären. Die Waisen befinden sich in der liebevollen Obhut ihrer Familie.

    Alpinpolizisten und Bergretter versuchen, die Tragödie im Lesachtal zu erklären

    Foto © Brunner ImagesAlpinpolizisten und Bergretter versuchen, die Tragödie im Lesachtal zu erklären

    Die Beurteilung der Lawinengefahr ist und bleibt eine Einschätzung. Sie ist immer mit Unsicherheiten verbunden." Der Präsident des Österreichischen Bergrettungsdienstes Franz Lindenberg und der Kärntner Landesleiter Otmar Striednig versuchten am Sonntag in einer Aussendung, die Tragödie im Lesachtal rational zu erklären.

    Manfred Steiner, Ortschef der Bergrettung, und das Ehepaar Helene und Konrad Hofmann waren beim Aufstieg auf den Mittagskofel von einer Lawine verschüttet worden. Manfred Steiner ging im Jahr mehr als 80 Skitouren allein in dieser Region und kannte das Gebiet wie seine Westentasche. Trotzdem hätten die drei Bergretter eine tragische Fehlentscheidung getroffen, wie ihre Kollegen konstatieren.

    Der Lawinenwarndienst habe für den Unfalltag für das betroffene Gebiet die Gefahrenstufe 4 ausgerufen. Zwar hätte sich die Gruppe in mäßig steilem Gelände bewegt. "Jedoch ist jener Bereich im Unfallgebiet, wo Lawinen von weiter oben die Aufstiegsspur bedrohen, bis zu 42 Grad steil. Diesen gefährlichen Einzugsbereich müsste man bei Warnstufe 4 berücksichtigen. Und das haben die drei Bergrettungsleute nicht getan", hieß es in der Bergrettung-Aussendung.

    Die trauernden Kollegen drückten wie so viele Menschen im Lesachtal ihr Mitgefühl für die Angehörigen der Verunglückten aus - insbesondere für die verwaisten Kinder Juliana (7) und Clemens (9) von Helene und Konrad Hofmann. Sie befinden sich in der liebevollen Obhut der Familie. Die will auch alles tun, um den Bauernhof weiterzuführen.

    HANS GUGGENBERGER, WOLFGANG ZEBEDIN

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