Tauziehen um Finanzhilfe nach Unwettersommer
Millionenschäden nach Unwettern in der Steiermark: Landes- und Bundesspitze verhandeln am Dienstag in Wien, wie viel Geld fließt.

Foto © BUNDESHEER Enorm sind die Unwetterschäden in St. Lorenzen, groß war der Einsatz der Helfer. Über die Kosten wird nun in Wien verhandelt
Von Aigen bis Wildon, von Liezen bis ins Mürztal, das Murtal und weiter: Die Steiermark erlebte einen außerordentlichen Unwettersommer. Die Bilder vom verwüsteten St. Lorenzen sorgten über die Landesgrenzen hinaus für Betroffenheit. Prompt stellte die Bundesregierung Sondermittel für Hochwasserschutz bereit. Und erklärte, Land und Leuten finanziell unter die Arme zu greifen. Details werden am Dienstag bei einem Treffen der steirischen Landesregierung mit der Bundesspitze in Wien verhandelt.
Dem Land Steiermark liegen mittlerweile bereits mehr als 3600 Privatschadensfälle vor. Das ist noch nicht alles, in den Katastrophengebieten haben noch nicht alle Betroffenen ihre Schadensmeldung eingereicht. Das aber ist notwendig, damit ein Gutachter ausrücken kann. Ist der Schaden erst einmal beziffert, werden - abzüglich der Versicherungsleistung - bis zu 50 Prozent von Gebäudeschäden von der öffentlichen Hand gedeckt. Bei "beweglichen Gütern" sind es bis zu 30 Prozent. Diese Ausgaben teilen sich Bund und Land (60:40). Bei Landesrat Hans Seitinger geht man mittlerweile davon aus, mehr als 16 Millionen Euro zu benötigen.
Nicht zu vergessen: die Millionenschäden an der Infrastruktur. Unter anderen wurde die B 114 nach Hohentauern arg in Mitleidenschaft gezogen. "Wir sind mitten in den Berechnungen", erklärt Katastrophenschutzleiter Kurt Kalcher. Im Büro von Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann wird der Aufwand, um "nur" die Landesstraßen zu reparieren, mit vier Millionen Euro beziffert.









