Murenabgang: Kein Strom und Wasser in Virgen
Am Samstag gab es in Virgen in Osttirol schwere Unwetter mit Murenabgängen. Die Hauptstrom- und Wasserversorgung war in der Gemeinde unterbrochen. Prägraten am Großvenediger wurde von der Außenwelt abgeschnitten.

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In der Gemeinde Virgen ereignete sich am Samstag ein massiver Erdrutsch. In rund 1000 Haushalten kam es dadurch zu einer Unterbrechung der Hauptstrom- und Wasserversorgung. Zehn Häuser wurden durch die Mure stark beschädigt, zwei Brücken sowie zwei Fußgängerstege zerstört. Ein abgestellter und unbesetzter Pkw wurde etwa 100 Meter mitgerissen und schwer beschädigt. Verletzt wurde niemand.
Die Virgentalstraße musste aufgrund der Murenabgänge gesperrt werden. Prägraten am Großvenediger wurde von der Außenwelt komplett abgeschnitten.
Ein Todesopfer in Südtirol, Schäden in Nordtirol
Die schweren Unwetter haben in Südtirol ein Todesopfer gefordert. Laut Angaben der Feuerwehr wurde in Afens ein Hof von einer Mure verschüttet. Dabei kam eine Frau ums Leben. Nach einer weiteren Vermissten wurde nach einem Erdrutsch in Tulfer gesucht. Rund 450 Feuerwehrmänner standen im Einsatz. Auch in Nordtirol waren die Aufräumarbeiten voll im Gang.
Gesperrt waren unter anderem die Loferer Straße (B178) zwischen Erpfendorf und Waidring, die Felbertauern Straße (B108) bei St. Johann im Walde, die Namloser Landesstraße (L21) und die Planseestraße (L255). Weiterhin unterbrochen war die Karwendelbahnstrecke zwischen Scharnitz und Seefeld. Die Bahnlinie soll Sonntagabend wieder freigegeben werden.
Für schwere Schäden sorgten zum Teil golfballgroße Hagelkörner, die Samstagnachmittag in Innsbruck und Umgebung niedergingen. Die Österreichischen Hagelversicherung schätzte das Schadensausmaß am Sonntag vorerst auf etwa 500.000 Euro. Besonders betroffen waren neben Grünland vor allem Glas- und Folienhäuser sowie Obstkulturen.










