Rückkehr in Häuser ist nicht in Sicht
Im am Wochenende weitgehend verschonten St.Lorenzen geht das große Aufräumen weiter. Am Dienstag besucht die Landesspitze die Katastrophenregion.

Foto © APAEvakuierungen bleiben aufrecht
Ein wenig durchschnaufen sollten die von Unwettern geplagten Steirer diese Woche können. Vorerst ist Schluss mit Hagel, Sturm und Muren - zumindest bis zum Wochenende.
Am Sonntag hatte es vor allem die Bezirke Murau, Bruck an der Mur und Voitsberg getroffen. Nicht nur die Kreischbergbahn stand still, am Lärchberg bei Murau bedrohten Erdrutsche mehrere Gehöfte, in Murau wurde ein Schulgebäude überschwemmt. Im Kaltbachgraben in Bruck riss die Flut ein Loch in die Mauer einer ehemaligen, aber noch bewohnten Mühle. Im Bezirk Voitsberg sorgte ein in der Hochwasser führenden Kainach gesichtetes Kajak für eine Suchaktion. Doch dürfte sich niemand im Boot befunden haben.
Aufräumarbeiten weitgehend abgeschlossen
Keine Probleme bereiteten die jüngsten Gewitter den Katastrophenort St. Lorenzen im Paltental. Dort hat das Bundesheer seine Aufräumarbeiten im Dorf weitgehend abgeschlossen und konzentriert sich jetzt darauf, die Gräben von verkeilten Baumstämmen auszuräumen. Entlang von zwölf Bachläufen arbeiten sich die Soldaten nun über eine insgesamt rund 20 Kilometer langen Strecke vor. Auch neun Brücken werden neu gebaut. Dazu rücken am Dienstag zwei Züge des Pionierbataillons aus Villach an, die Zahl der eingesetzten Soldaten erhöht sich damit auf 360. Bis Ende August könnte der Einsatz noch andauern, schätzt man im Militärkommando Steiermark.
Ungeachtet dessen dürfen mehr als 250 Bewohner aus St. Lorenzen, Schwarzenbach sowie Gaishorn noch nicht in ihre Häuser zurück. Je nach Gebäude wird die früheste Rückkehr mit "in wenigen Wochen" oder "ein paar Monaten" beschrieben. Jedenfalls "erst, wenn die Sicherheit gewährleistet ist", so ein Sprecher.
Um sich ein Bild von den Aufräumarbeiten und der Situation der Unwetteropfer machen zu können, werden Landeshauptmann Franz Voves und Vize Hermann Schützenhöfer am Dienstag ins Paltental kommen. Gerüchte, wonach die Landesspitze mit froher Kunde über weitere Bundesmittel zur Unterstützung aufwarten wird können, dementierte man am Montag in der Burg.
Weiterhin gesperrt ist die Bundesstraße 114 durch Hohentauern. Für Bewohner, Pendler und Hilfskräfte ist mittlerweile "die alte Ersatzstraße geöffnet. Aber nur für Berechtigte, ein Sicherheitsdienst kontrolliert", heißt es seitens des Landes.
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Es bleibt sommerlich
Ein paar kurze Regenschauer sind am Dienstag in den Bergen noch möglich, dann sollte sich aber die Sonne durchsetzen. Temperaturen steigen auf bis zu 27 Grad.
Ab Mittwoch ist es wieder hochsommerlich, Donnerstag soll auch die 30-Grad-Marke wieder an vielen Orten fallen.
Heiß wird auch das Wochenende, allerdings: Unwettergefahr!
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Bild vergrößernAm Sonntag kam nach einem schweren Gewitter mit Hagel auch wieder zu Überflutungen im Mürztal - Die FF Stanz hatte alle Hände voll zu tunFoto © FF Stanz i. Mürztal
Am Sonntag kam nach einem schweren Gewitter mit Hagel auch wieder zu Überflutungen im Mürztal - Die FF Stanz hatte alle Hände voll zu tunGrafik © FF Stanz i. Mürztal















