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Zuletzt aktualisiert: 24.07.2012 um 14:49 UhrKommentare

Rund 1.000 Lkw-Ladungen Schutt aus St. Lorenzen geschafft

Knapp 1.000 Lkw-Ladungen Schutt sind bis Dienstagmittag aus der obersteirischen Ortschaft St. Lorenzen im Paltental nach dem Murenabgang vom Wochenende abtransportiert worden.

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In den etwa 1.000 Ladungen haben die Helfer rund 9.000 Kubikmeter Schutt weggeschafft. "Würde man die Lkw aneinanderreihen, dann entspricht das einer Länge von zehn Kilometern", so Thomas Meier, Sprecher des Feuerwehrverbands. Zusätzlich wurden etwa 2.000 Raummeter Holz gesammelt und abtransportiert. Das wiederum entspreche etwa zehn Hektar Nutzwald. Am Dienstag waren 23 Feuerwehren mit 250 Helfern im gesamten Paltental im Einsatz - davon 120 in St. Lorenzen. Das Bundesheer packte mit 320 Soldaten mit an.

Verbund nahm wieder alle Kraftwerke in Betrieb

Der Verbund, der am Wochenende mehrere Kraftwerke wegen des Hochwassers abstellen musste, teilte am Dienstag in einer Aussendung mit, dass alle 18 Murkraftwerke am Nachmittag wieder in Betrieb sein würden. Das Unternehmen hatte bereits am Freitag Maßnahmen zur Bewältigung der prognostizierten Starkregenfälle eingeleitet. Bei den großen steirischen Speicherkraftwerken war mit Stauabsenkungen begonnen worden, um möglichst viel Stauraum für die zu erwartenden Wassermassen bereitstellen zu können.

In der Nacht auf Samstag mussten um 2.00 Uhr bei der Sperre Sölk sämtliche kleinen Bachzuleitungen weggeschaltet werden, um die rasch ansteigenden Wassermassen aus den Sölktälern auffangen zu können. Diese Sicherheitsmaßnahmen hätten sich bewährt, denn allein bei der Sperre Sölk konnten Samstagvormittag 1,2 Mio. Kubikmeter Wasser im Stauraum zurückgehalten werden, die ansonsten unkontrolliert die Ortschaft Stein sowie weitere Gemeinden an der Enns gefährdet hätten.

Dutzende Tonnen Schwemmgut

Der Verbund hatte alle Kraftwerke an der Enns mit Mannschaften besetzt, um Dutzende Tonnen Schwemmgut aus dem Fluss zu bergen. Während die Werke an der Enns in Betrieb bleiben konnten, mussten am Samstags die großen Laufkraftwerke an der Mur vom Netz gehen. Besonders anspruchsvoll habe sich die Steuerung der mittleren Mur gestaltet: Der Aufgabe war, beim Kraftwerk Weinzödl nördlich von Graz den Wasserstand zu senken, gleichzeitig jedoch den Wasserstand der Mur im Bereich Keplerbrücke in Graz um maximal 30 Zentimeter zu erhöhen.

Mit dem Abschwellen des Hochwassers sei der Einsatz für die Verbund-Mitarbeiter noch nicht beendet: Nach der Reinigung und Kontrolle der Maschinen mussten die 18 Laufkraftwerke an der Mur der Reihe nach wieder ans Netz gebracht werden. Insgesamt betreibt der Verbund in der Steiermark 41 Wasserkraftwerke, deren Jahreserzeugung den gesamten Stromverbrauch aller steirischen Privathaushalte decken könnte, hieß es in der Aussendung.


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Fakten

Insgesamt rund 55.000 Wohnobjekte in der Steiermark sind nach Berechnungen der Wildbach- und Lawinenverbauung in Gefahrenzonen. 17.000 Gebäude stehen in der roten Zone, etwa 38.000 in der gelben Zone. Die Objekte können entweder von Hochwasser naher Wildbäche, Lawinen oder auch von Steinschlag bedroht werden.

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