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Zuletzt aktualisiert: 24.07.2012 um 12:41 UhrKommentare

Aufräumarbeiten und Schutzmaßnahmen in St. Lorenzen

Die Aufräumarbeiten in der Region Trieben in der Obersteiermark sind nach wie vor in vollem Gang. Bis heute wurden 9000 Kubikmeter Schutt und Moränenmaterial sowie 2000 Raummeter Holz aus St. Lorenzen abtransportiert.

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In St. Lorenzen sind 300 Bundesheersoldaten und über hundert Feuerwehrleute im Einsatz, sagte Michael Feiertag, Pressesprecher der Einsatzleitung St. Lorenzen am Dienstag der APA. "Die Spuren des letzten Unwetters sind noch lange nicht beseitigt, wir tun jetzt alles menschenmögliche um weitere Schäden zu verhindern", so Feiertag.

Insgesamt sind noch rund 100 Personen aus St. Lorenzen bei Freunden bzw. Familienangehörigen untergebracht. Laut Feiertag könne man noch nicht sagen, wie lange man die Evakuierung aufrechterhalten müsse. Am Montagnachmittag wurde zumindest die Evakuierung des Schwarzenbachtals aufgehoben. 140 Personen durften wieder zurück in ihre Häuser. "Man ist aber weiterhin in Alarmbereitschaft", meinte Feiertag.

Reinigung des Baches an erster Stelle

Die wichtigste Präventivmaßnahme ist die Reinigung des Baches. "Beim nächsten Regen darf sich kein Holz und Gerümpel mehr im Wasser ansammeln, nur so kann eine erneute Katastrophe in diesem Ausmaß vermieden werden", hieß es seitens der Einsatzleitung. "Um weiteren Verklausungen vorzubeugen, säubert man den Bach von unten nach oben", berichtete Feiertag. "Im Moment geht es darum, weiteren Schaden zu minimieren." Durch die Hitze kam es im betroffenen Gebiet zu einer enormen Staubentwicklung, die das Arbeiten zusätzlich erschwert.

"Noch scheint die Sonne", erklärte Feiertag. "Panik kommt keine auf - es dominiert der Wille, alles in Ordnung zu bringen. Zum Teil arbeiten Angehörige der betroffenen Familien bis in die Nacht hinein." Am Mittwoch rechnete man im Bezirk Liezen mit erneuten Regenfällen, die zu weiteren Schäden in der kleinen Ortschaft führen könnten.

Unwettergefahr

Auch Christian Csekits von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik berichtete im Gespräch mit der APA, dass es am Mittwoch in den betroffenen Gebieten wieder regnen könnte. Unwettergefahr bestünde ebenso, diese werden jedoch nicht so heftig ausfallen wie vergangenes Wochenende. Die Gefahr sei allerdings nicht zu unterschätzen. "Der Boden ist vollgesogen mit Wasser, der Regen wird wahrscheinlich wieder ausreichen, um weitere Überschwemmungen zu verursachen", fürchtete Csekits.


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