Bundesheer zog nach Hochwasser-Einsatz Bilanz
Das Hochwasser und die schweren Unwetter der vergangenen Wochen haben nicht nur den Feuerwehren, sondern auch dem Bundesheer viel abverlangt. Im Schnitt waren täglich 700 Soldaten im Einsatz, zu Spitzenzeiten sogar 1.200, bilanzierte Verteidigungsminister Darabos am Donnerstag. 137.000 Arbeitsstunden wurden seit 23. Juni im Assistenzdienst geleistet.
Im Laufe des Assistenzeinsatzes wurden 120 Flugstunden absolviert und 200 Personen sowie 60 Tonnen Last befördert, zählte Darabos auf. Sieben Hubschrauber und auch Flächenflugzeuge wurden benötigt. Die Soldaten, darunter viele Pioniere, hätten Schlamm und Geröll beseitigt, Evakuierungen und Sprengungen durchgeführt, Hangrutschungen verhindert und Brücken gebaut.
Den Großteil der Arbeit hätten natürlich die Feuerwehren getragen, die Zusammenarbeit mit den anderen Einsatzkräften habe jedoch hervorragend funktioniert, resümierte Darabos. Aktuell würden noch 513 Soldaten in Niederösterreich und 247 Kräfte in der Steiermark ihren Dienst tun. "Das gröbste ist zwar offensichtlich vorbei", so Darabos, die Aufräumarbeiten würden aber nicht minder Einsatz erfordern.
Bei einem der schlimmsten Hochwässer der vergangenen Jahrzehnte habe das Bundesheer jedenfalls "eindrucksvoll gezeigt, dass es kein Selbstverwaltungsorgan ist", betonte der Minister. Die Kosten für den noch laufenden Einsatz werden vom Verteidigungsministerium getragen. Um was für eine Summe es sich handle, müsse man aber erst evaluieren. Die Maxime bei dem Einsatz läge für ihn aber eindeutig auf der Hilfe und nicht auf den Kosten, bemerkte Darabos.









