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Zuletzt aktualisiert: 05.07.2009 um 16:08 UhrKommentare

Hochwasser - Ein Schwerverletzter bei Murenabgang in Oberösterreich

Der Pensionist wurde im Traktor eingeklemmt und musste mit dem Notarzthubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden. Im Bezirk Melk hat es heftige Unwetter gegeben.

Der Bezirk Kirchdorf/Krems (OÖ) wurde von mehreren Unwettern heimgesucht.

Foto © APADer Bezirk Kirchdorf/Krems (OÖ) wurde von mehreren Unwettern heimgesucht.

Ein Murenabgang in der Gemeinde Molln (Bezirk Kirchdorf an der Krems) in Oberösterreich hat am Sonntag eine schwer verletzte Person gefordert. Der Bezirk wurde gleich von mehreren Unwettern heimgesucht, berichtete der ÖAMTC.

Baumstämme mitgerissen. In der Siedlung mit vier Häusern im Ortsteil Frauenstein hatte das Wasser eine solche Kraft, dass es alle umliegenden Baumstämme und Äste mit sich riss. In einer Regenpause machten sich die Anrainer sofort an die Aufräumarbeiten. Zu diesem Zeitpunkt begann es jedoch erneut zu regnen. Dabei wurde der 66-jährige Mann von den Wassermassen erwischt und zwischen einem Traktor und einem Baumstamm eingeklemmt.

Notarzthubschrauber. Der Verletzte musste vom Notarzthubschrauber Christophorus 14 ins Krankenhaus nach Kirchdorf geflogen werden. Auch ein zweiter Helfer wurde umgerissen, konnte sich aber aus eigener Kraft wieder befreien.

Bezirk Rohrbach.Das Unwetter machte auch Halt in den Bezirken Rohrbach. Auch dort hatten die Einsatzkräfte nach starken Regenfälle alle Hände voll zu tun. An die zehn Feuerwehren mussten ausfahren, um Keller leerzupumpen und Straßen von den Wassermassen zu befreien.

Schwere Unwetter in Melk.Erneut schwere Unwetter hat es Sonntagnachmittag im Bezirk Melk gegeben. Die Ortschaften Emmersdorf, Leiben und Weiten waren teilweise bis zu einem Meter geflutet, berichtete die Landeswarnzentrale Niederösterreich. Zahlreiche Häuser standen unter Wasser und es kam zu mehreren Hangrutschungen. Personenschäden seien vorerst auszuschließen, hieß es in der Bezirkshauptmannschaft Melk.

Straßen gesperrt. Die B1, die B3 und die B216 sowie die Bahnverbindung in der Region wurden gesperrt. 14 Feuerwehren mit rund 170 Mann waren im Einsatz.

Spitz. In Spitz an der Donau hat das Hochwasser 15 Brücken beschädigt oder weggerissen, wie Ö1 berichtet. 100 feuerwehrmänner und 200 Bundesheersoldaten sind im Einsatz, um diese zu sichern oder zu reparieren. 30 Häuser wurden beschädigt. Die Suche nach dem 81-jährigem Mann, der am Samstag von den Fluten des Spitzer Baches mitgerissen worden war, verlief bisher erfolglos.


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