Radmer und Hieflau einmal mehr betroffen
Dramatische Stunden am Montag in der Radmer und in Hieflau. Die Feuerwehren hatten einmal mehr alle Hände voll zu tun. Die Gefahr ist noch nicht gebannt, weitere Regenfälle befürchtet.

Foto © Schöberl
Ohne Strom und nicht erreichbar, war am Montag die Gemeinde Radmer bis etwa 15.30 Uhr, da die B 115 zwischen Eisenerz und Hieflau wegen Überflutung gesperrt werden musste. Die starken Regenfälle machten nicht nur den Erzbach, sondern auch den Finstergrabenbach zu einem reißenden Ungetüm. Dieser verschlang das Wirtschaftsgebäude der Familie Stangl im Finstergraben. Das Gebäude war nicht mehr zu retten. 15 Feuerwehrmänner halfen tatkräftig bei den Aufräumungsarbeiten. "Personen sind glücklicherweise nicht zu Schaden gekommen. Das Schadensausmaß kann man noch nicht beziffern", so Herwig Troppacher, Einsatzleiter und Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Vorderradmer. Herbert Stangl, mitten in den Aufräumungsarbeiten: "Mir geht es gut. Dem Haus und uns ist nichts passiert. Alles andere lässt sich ersetzen. Und die Helfer der Feuerwehr sind super." Brenzlig war die Lage auch weiter hinten im Finstergraben, wo ein Wohnhaus gefährdet war. Eine Frau musste mittels Hubschrauber evakuiert werden. "Da ist jetzt ein Bagger drinnen und versucht, den Bach in richtige Bahnen zu lenken", so Troppacher.
Bangen auch in Hieflau. Da die Wassermassen der Enns gewaltig waren und der Erzbach binnen zwei Stunden um drei Meter angestiegen ist, war die Lendbrücke wie schon in der Vorwoche erneut in Gefahr und musste gesperrt werden. "Vor allem am Vormittag war die Lage dramatisch. Auch wegen des Treibholzes", so Einsatzleiter Siegi Maunz von der Freiwilligen Feuerwehr Hieflau. Mittels schwerem Gerät wurde Holz aus dem Wasser gezogen, um Verklausungen und so ein Wegreißen der Brücke zu verhindern. Am späten Nachmittag entspannte sich die Lage ein wenig. Die Gefahr ist aber noch nicht gebannt. Die Brücke bleibt am Dienstag noch gesperrt.










