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Zuletzt aktualisiert: 29.06.2009 um 17:08 UhrKommentare

Versicherte Schäden des Hochwassers von bis zu 100 Mio. Euro möglich

Branche drängt auf Umsetzung einer umfassenden Versicherungslösung

Foto © APA

Die versicherten Schäden des Hochwassers könnten nach derzeitigen Schätzungen insgesamt bis zu 100 Mio. Euro erreichen, hieß es am Montag aus der Branche zur APA. Beim Eintreffen der Schadensmeldungen werden heute Spitzenwerte erreicht. Begonnen hat man bereits mit der Schadensabwicklung, bei kleineren Summen habe bereits Ende der Vorwoche die Auszahlung gestartet. Die Versicherungswirtschaft drängt nun neuerlich auf eine umfassende Versicherungslösung bei Naturkatastrophen.
Weniger Schaden als 2002. Die Dimensionen des Jahres 2002 werde man aber nicht erreichen, erwarten Branchenexperten. Damals waren die versicherten Schäden bei 420 Mio. Euro gelegen. Das derzeitige Hochwasser sei punktuell sehr schlimm, aber nicht in dem flächendeckenden Ausmaß wie damals. Als Besonderheit wird die Heftigkeit der einzelnen Ereignisse angesehen. Die Rede war am Montag bei einem APA-Rundruf in der Branche auch von einem "heftigen Eingang" von Schadensmeldungen. Genaueres zum Gesamtschaden lasse sich aber erst ein bis zwei Wochen nach dem Ereignis sagen, wenn die Mehrheit der Meldungen eingetroffen ist.

Versicherungen halten Geld parat. Die Generali Österreich rechnet mit rund 15 Mio. Euro Schaden. Bis jetzt seien bereits 1.300 Fälle gemeldet. Bei der Wiener Städtischen Versicherung AG rechnet man mit Schäden im Ausmaß von 5 zu 10 Mio. Euro. Es gebe einige tausend Fälle. Die Österreich-Tochter der deutschen Allianz geht von einer Schadenssumme von 6,5 bis 8,5 Mio. Euro und rund 3.500 Fällen aus. Die Niederösterreichische Versicherung rechnet mit Schäden von rund 3 Mio. Euro. Bei der Grazer Wechselseitigen Versicherung (GRAWE) dürfte sich der Schaden zwischen acht und zwölf Mio. Euro bewegen. Aus der UNIQA hieß es, dass es noch zu früh für seriöse Schätzungen sei.

Umfassende Versicherungslösung gefragt. Der Versicherungsverband weist darauf hin, dass bereits seit einigen Jahren ausgearbeitete Vorschläge für eine umfassende Versicherungslösung für Naturkatastrophen im Finanzministerium deponiert sind. Diese wären sofort umsetzbar, sagte eine Sprecherin zur APA.


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