Mit sieben kam der Krebs zum zweiten Mal
Teresa, 7,liegt mit Leukämie in der Isolierbox im LKH Graz. Ihre Mutter kommt jeden Tag aus Judenburg auf Besuch. Eine Familienhelferin sorgt inzwischen für die zwei anderen Kinder. Doch das Geld ist knapp.
Es war ein schöner August, den die Familie White in Judenburg heuer mit Wanderungen im Wald und mit Schwimmen verbrachte - bis zu dem Moment, als die siebenjährige Tochter Teresa immer blasser und müder wurde. Der Hausarzt konnte nichts feststellen und überwies das Kind ans LKH Leoben, von dort kam sie nach Graz.
Eine Welt stürzte ein. Am 29. August stand die Diagnose fest: akute myelotische Leukämie. Eine Welt stürzte für Gabriele White, die alleinerziehende Mutter, ein. Teresa war nach fünf Jahren zum zweiten Mal an Krebs erkrankt und liegt jetzt im LKH Graz in einer Isolierbox, "die wir zu einem Aquarium umgebaut haben", erzählt die Mutter. "Teresa ist das geborene Phantasie- und Bastelkind, wir haben dort 50, 60 Fische gemalt und aufgehängt." Weil sie über eine Sonde ernährt werden muss, sagt die Kleine: "Das ist mein Schnorchel, den brauch' ich zum Überleben." Seither gibt es keine Probleme mehr mit der Sonde.
Starke Chemotherapie. "Es geht jetzt nach der starken Chemotherapie und der geglückten Stammzellentransplantation wieder aufwärts", hofft die Mutter. Jeden Tag fährt sie in der Früh mit dem Zug nach Graz, um möglichst lange bei ihrer kranken Tochter sein zu können. "Für Teresa ist es sehr wichtig, dass ihre Mutter bei ihr ist", weiß auch die Familienhelferin. Sie betreut in der Zwischenzeit die zwei anderen Kinder: Carrie, 9, und den vierjährigen Wyatt John.
Alleine mit drei Kindern. Sehr amerikanische Namen, für die es aber einen Grund gibt. Frau White hatte während eines zehnjährigen USA-Aufenthalts ihren Mann kennen- und lieben gelernt, beide waren nach Judenburg gezogen, die drei Kinder wuchsen hier auf. Aber die meiste Zeit war die Frau mit ihnen allein, der Mann auf Montage, schließlich kam es zur Trennung. "Jetzt stehe ich allein da mit den drei Kindern, aber wichtig für mich ist nur, dass wir eine Familie bleiben", erklärt sie tapfer. Vom Ex-Partner ist keine Unterstützung zu erwarten. Und jetzt das.
Budget reicht nicht aus. Sowohl Familienhelferin als auch die täglichen Fahrten nach Graz und zurück übersteigen völlig das kleine Budget der Familie. Dringend benötigt werden daher unter dem Stichwort "White" Heizöl, Holz oder Kohle für ein warmes Zuhause, aber auch neue Fenster, ein Wäschetrockner, Bettwäsche und Winterkleidung für die Kinder, Bargeld sowie Zuschüsse für die Familienhelferin, die 1300 Euro im Monat kostet.
Soforthilfe. Die Soforthilfe unserer Leserfamilie spendete 3000 Euro, die die Familienhelferin bis zum Jahresende sichert. Doch wie soll es dann weitergehen? Und ganz nebenbei: Die Kinder lesen so gerne - vor allem Lexika und Fachbücher.








