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Zuletzt aktualisiert: 17.12.2011 um 18:06 UhrKommentare

Diabeteswarnhund für Sebastian

Sebastian hat Diabetes Typ 1, bis zu neun Mal täglich musste ihm Insulin gespritzt werden. Seine große Hoffnung: ein Diabeteswarnhund.

Sebastian wünscht sich von ganzem Herzen diesen Diabeteswarnhund, der ihn Tag und Nacht beschützen kann

Foto © PRIVAT Sebastian wünscht sich von ganzem Herzen diesen Diabeteswarnhund, der ihn Tag und Nacht beschützen kann

Vor drei Jahren erhielt unser Sohn Sebastian die Diagnose Diabetes mellitus Typ 1", berichtet sein Vater. Das ist eine schwere Stoffwechselerkrankung, die zu erhöhten Blutzuckerwerten führt. Eine Insulintherapie ist für den Neunjährigen lebensnotwendig und muss auch lebenslang erfolgen.

"In der schlimmsten Zeit der Krankheit musste Sebastian neun Mal täglich Insulin gespritzt werden", erinnert er sich. Nach wie vor muss jede Mahlzeit genau berechnet werden. Traubenzucker, Insulin sowie Blutzuckerstreifen sind ständige Begleiter geworden.

Alles wurde anders

"Für unsere Familie war die Diagnose ein großer Schock", schildert der Vater. "Wie so viele Menschen dachten auch wir, dass Diabetes bei gesunder Ernährung und viel Sport kaum auftritt." Aber alles ist möglich - und die Familie musste ihr Leben von einem Tag auf den anderen völlig umstellen.

Sebastian ist wie die meisten Buben seines Alters sehr sportlich. Durch seine Aktivität kommt er aber mehrmals in der Woche in die Situation, dass er sehr niedrige Blutzuckerwerte (teilweise unter 30) hat. Also machte sich die Familie auf die Suche, ob es nicht irgendwelche weiteren Hilfsmittel für Sebastian gäbe. Im Internet entdeckte sie die sogenannten "Diabeteswarnhunde". Das sind eigens trainierte Hunde, die zuckerkranken Menschen helfen, wenn sie in einen unter- oder überzuckerten Zustand verfallen und diesen selbst nicht rechtzeitig bemerken. Vor allem nachts kann so ein Zustand zum echten Problem werden. Es besteht nämlich die Gefahr, dass der Diabetiker in einen lebensbedrohlichen komatösen Zustand verfällt. Der Hund aber ist nach einem langen Spezialtraining in der Lage, die körperlichen Veränderungen seines Besitzers bei Über- und Unterzuckerung zu erschnüffeln - noch bevor dieser selbst etwas davon bemerkt.

"Wenn Sebastian Unterzucker hat, verändert sein Körper den Schweiß. Auf einem Wattebausch haben wir diesen in Anna Oblassers ,Animal Training Center' in Rohrbach gebracht, wo derzeit Österreichs erste Diabeteswarnhunde ausgebildet werden", freut sich der Vater. Dort wird der Hund "Nayelli" auf den unterzuckerten Schweißgeruch des Buben trainiert - ähnlich wie ein Drogenhund. Aber: Die Spezialausbildung des Hundes dauert bis zu eineinhalb Jahre und kostet an die 20.000 Euro. Eine für die Familie unerschwingliche Summe.

"Nayelli" bringt Sicherheit

Aber "Nayelli" bedeutet eine unglaubliche Erleichterung, denn immer wieder müssen Eltern nachts alle zwei Stunden aufstehen, um den Blutzucker eines Diabetes-Kindes zu messen, sonst könnte es in ein Koma verfallen und nicht mehr aufwachen. Auch dem Buben würde der Warnhund Sicherheit verleihen, denn "Nayelli" wäre rund um die Uhr bei ihm, holt Medikamente, gibt im Notfall sofort Signal. Vielleicht können wir gemeinsam Sebastian helfen?


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