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Zuletzt aktualisiert: 12.01.2012 um 09:04 UhrKommentare

Versprochene Spenden versanden

Ein Großteil der zugesagten finanziellen Unterstützungen von Geberländern nach dem Erdbeben in Haiti vor zwei Jahren könnte so wie nach dem katastrophalen Tsunami Ende Dezember 2004 in Südostasien im Sand verlaufen.

Foto © AP

Diese Befürchtung äußerte Caritas-Präsident Franz Küberl anlässlich des zweiten Jahrestages der Bebenkatastrophe in dem Karibikstaat mit rund 230.000 Toten.

Versprechungen verpufft

Nach dem Tsunami seien viele vollmundige Versprechungen rasch verpufft. "Auch für das Erdbeben in Haiti ist bisher von der internationalen Staatengemeinschaft nur ein gutes Drittel der zugesagten Gelder tatsächlich überwiesen worden", hielt Küberl am Mittwoch in einer Aussendung fest. Zugleich wies der Caritas-Präsident auf einen "ungeheuren Solidaritätsbeitrag" hin, den Menschen in Österreich und auf der ganzen Welt geleistet hätten.

Die Caritas errichtet derzeit nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince 500 kleine Ziegelhäuser sowie ein Waisenkinderzentrum und eine Schule. Daneben hilft sie 1.500 Familien bei der Existenzsicherung, indem sie ihnen Hühner für die Viehzucht, kleine Öfen für die Zubereitung von Essen oder Saatgut für Gemüsegärten zur Verfügung stellt. Die Caritas wird nach eigenen Angaben noch mehrere Jahre im Einsatz sein.


Fakten

Das Beben im Karibik-Staat Haiti hatte eine Stärke von 7,0 nach Richter und war das schwerste Beben seit 200 Jahren. Das Epizentrum lag rund 22 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince. Nun ist die Insel, die nach dem Beben von Seuchengefahr bedroht war, vom Ausbruch der Cholera gebeutelt.

 

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Haiti

Haiti ist ein den "Großen Antillen" zugehöriger Inselstaat. Er umfasst den westlichen Teil der Karibik-insel Hispaniola, deren Ostteil die Dominikanische Republik einnimmt. Der Landesname kommt aus der Sprache der Ureinwohner Hispaniolas, und bedeutet "bergiges Land". Die heutigen etwa 8,5 Millionen Einwohner Haitis sind größtenteils afrikanischer Abstammung. Hauptstadt des Landes ist Port-au-Prince (1,3 Millionen Einwohner).

 

Hilfe für die Opfer

Foto:AP


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